Review

Die drei Episoden von Jose Mojica Marins haben es in der Tat in sich und sind auch noch heute für zarte Gemüter kaum geeignet.


In der ersten Episode geht es um einen Puppenmacher. Dieser baut wunderschöne Puppen mit echtaussehenden Augen.
Eines Abends wird der Puppenmacher von 4 jungen Typen überfallen. Aufgrund der Aufregung stirbt der Puppenmacher an einem Herzinfarkt. Dies stört die Typen aber überhaupt nicht und so machen sie sich auch noch gleich über die vier Töchter des Puppenmachers her. Diese bemerken die schönen Augen der Typen...

In Episode zwei geht es um einen Ballonverkäufer, der eine junge Frau verfolgt. Doch er bleibt immer im Hintergrund.
Die hübsche Frau wird nach ihrer Hochzeit noch vor der Kirche getötet. Nach der Beerdigung der Frau steigt der Ballonverkäufer in die Gruft, um seiner Liebsten endlich nahe zu sein...

In der dritten Episode will ein Professor (José Mojica Marins) beweisen, dass es auf der Erde keine Liebe gibt. Ein anderer Wissenschaftler hält die These für absurd und will sich mit seiner Frau dem Experiment stellen. Was seine Frau und ihn erwartet, hätte er sich in seinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen können und die Liebe wird auf eine ziemlich harte Probe gestellt...


Könnte Episode eins noch fast eine Geschichte aus den Hammerstudios sein, so ist Episode zwei schon ein Schlag in den Magen, der einige Zuschauer dazu bringen wird, den Fernseher auszuschalten. Zwar geht man nicht ins Detail doch jeder kann sich denken, was der Typ da macht. Sicherlich ein starkes Stück zur damaligen Zeit in einem katholischen Land wie Brasilien.
Episode drei ist der filmische Höhepunkt und da geht es in der Tat auch teilweise richtig rund.
Auch dürfen wir hier einige harte Effekte sehen, die zwar nicht mehr ganz up to date sind, ihren Zweck aber auf jeden Fall erfüllen. Und wer hier wirklich ein Happyend erwartet, der kennt José Mojica Marins nicht.

Marins überzeugt in der Darstellung des Professors, wie schon in den Darstellungen des Zé do Caixao, böse und gemein halt..
Auch wenn es Filme mit nicht geraden hohen Budget sind, so überzeugt doch jede Episode für sich und ist anders. Da wird für jeden wohl was dabei sein.


Fazit: Teilweise harte Kost aus Brasilien. Wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, ist aber Unterhaltung garantiert.

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