Inhaltsanriß:
Nachdem im ersten "Resident Evil"-Film der T-Virus seinen Weg aus den Laboren der Umbrella Corporation gefunden hatte, werden die Menschen von Racoon City nach ihrem Ableben zu Zombies. Die können durch Biß andere Menschen infizieren, was sie dann auch fleißig tun.
Man sieht ein, daß es wohl besser ist, die Stadt zu evakuieren und verhängt, längst bevor alle die Stadt verlassen haben, eine Quarantäne über Racoon City.
Dummerweise ist die Tochter eines hochrangigen Umbrella Corp-Forschers noch in der Stadt. Daher nimmt dieser Kontakt zu anderen Eingeschlossenen auf und bietet ihnen einen Fluchtweg aus der Quarantänezone an, wenn die seine Tochter retten.
(Ich hätte, ehrlich gesagt, gar nicht gedacht, daß man so viel zum Inhalt dieses Filmes schreiben kann. ;-))
Meinung:
Ich kenne die Computerspielreihe "Resident Evil" nur vom Namen her. Daher kann ich keine Vergleiche dazu ziehen, sondern nur den Film alleine bewerten.
Eigentlich ist der Film nicht sonderlich spannend. Vielmehr ist es eine lose Aneinanderreihung einzelner Szenen auf dem Weg zum Verlassen der Stadt, denen der Zusammenhang und die Logik etwas fehlt.
Trotzdem hat das was. Man ist schon gespannt, aus welcher Ecke der nächste Zombie auftaucht oder auf was für ein Monster die Heldengruppe als nächstes trifft. Denn letztlich werden die Gegner in bester Action-Manier stilecht (mal wieder) in's Jenseits befördert. Man muß sich darauf einlassen, aber was die Action und die Aufmachung angeht, ist der Film keineswegs stümperhaft gemacht.
Die Soundkulisse ist besonders beeindruckend. Überall kracht und knallt es und die räumliche Ortbarkeit der Geräusche ist hervorragend. Dabei sind die Effekte teilweise schon etwas zu laut. Aufgrund des Videospielcharakters mancher Szenen hätte ich mir gewünscht, daß die (gute) fetzige Musik noch mehr im Vordergrund steht.
Die Schauspieler.... nun ja, die sind tatsächlich nicht besonders. Dabei wird aber auch einiges durch die deutsche Synchro zerstört. Ich bin wirklich kein Synchro-Hasser. Aber die Sprecherin von Alice schafft es, ihre Zeilen so gelangweilt und lustlos vorzutragen, daß es einen schaudert. (Naja, soll ja auch ein Horrorfilm sein, aber das habe ich mir anders vorgestellt. ;-)) Erst dachte ich, daß ihre kühle Art sehr gut zu Alice paßt. Aber als die Stimme fast den ganzen Film über so emotionslos blieb, fand ich das schon seltsam. Also habe ich mal in den englischen Ton der DVD reingehört. Immer noch ist Milla Jovovich keine Schauspielkoryphäe, aber sie bringt ihren Text doch deutlich besser rüber als die Sprecherin. Aber gesprochen wird ohnehin nicht viel.
Insgesamt ist "Resident Evil: Apocalypse" ein durchaus unterhaltsamer Film, der aber wirklich nur aufgrund seiner Aufmachung zu überzeugen weiß. Von der Story her war der Vorgänger um Längen überlegen, die Aufmachnung dagegen ist hier besser. Wer sich richtig gruseln möchte, der ist hier sicher falsch. Die hohe FSK-Einstufung halte ich für überzogen. 16 hätte es auch getan.
Spannend ist der Steifen an sich nicht, aber er wird auch nie langweilig.
Unkompliziertes Popkornkino.