Review

Alice, die Ex-Umbrella-Mitarbeiterin aus Teil 1 kommt aus dem Krankenhaus und sieht vor sich ein zerstörtes Racoon City. Der "T-Virus", der Menschen zu Zombies mutieren lässt, hat sich ausgebreitet und nahezu die gesamte Stadtbevölkerung in die fiesen Fleischfresser verwandelt. Gemeinsam mit dem Stars-Member Jill, einer Reporterin, und ein paar anderen Gestalten versucht sie verzweifelt aus der Stadt zu fliehen. Doch der Killermutant "Nemesis", der von Umbrella zum Testlauf auf die Überlebenden gehetzt wird, macht dieses Vorhaben noch schwerer als geplant.
Da ist er, der zweite Tel zu Resident Evil, in dem Fall "Resident Evil Apocalypse". Der erste Teil war auf gut Deutsch ja scheisse, in meinen Augen zumindest. Klar, das man beim Anschauen dieses Streifens dann erstmal minimale Anforderungen an den Film hat. Doch selbst dann wird man noch bitter enttäuscht.
Das interessante ist, dass der Film zwar kaum mehr Kritikpunkte aus dem ersten Teil aufweist, dafür aber viele neue. Angefangen damit, dass das ganze Setting sehr sehr dunkel gehalten ist. Das ist eigentlich ja nicht soo schlimm, doch wenn dann noch Kloppereien mit Zombies (wie beispielsweise auf dem Friedhof) hinzukommen, bei denen die Kamera so extrem hin und herschwingt als hätte der Kameramann gesoffen, fällt es einem schwer dem Geschehen noch folgen zu können (vielleicht ist das aber auch der "Blair Witch Project"-Effekt der hier angewendet wurde). Die Zombies sind diesmal verglichen mit dem ersten Teil aber endlich mal so gestaltet, dass sie auch an Zombies erinnern, und auch die "Licker" in der Kirche sind sehr schön gemacht. Allen voran natürlich der furchterregende Nemesis, der fantastisch in Szene gesetzt wurde und auch genauso bedrohlich wirkt wie im Videospiel. Ein generell gute Verbesserung im Vergleich zu Teil 1 ist, dass dieser Film endlich sehr stark an das Videospiel angepasst wurde (die Motorradhelm-Szene war fast schon wieder zu übertrieben). Szenen wie die, in der Alice durch das "Glashaus" läuft und der Motorrad auf sie feuert sind dann zwar wieder aus dem PS2-Spiel "Code Veronica" genommen, aber das stört eigentlich nicht. Das war dann aber leider schon wieder das einzig gute an diesem Film. Die Dialoge sind anfangs wirklich grauenvoll und reißen das Niveau des Films runter, doch mit der Zeit werden sie besser und erträglicher. Die Musik mit der das ganze unterlegt ist, ist wohl eher Geschmackssache, in Verbindung mit der Pseudo-Coolness die einige der Charaktere aber an den Tag legen, wirkt das Ganze manchmal aber fast schon lächerlich. Die Sprüche der Figuren sind zwar oft lustig und lockeren den Film auf, aber besser macht es den Film leider nicht. Von Anfang an ist alles auf Schock getrimmt, ein Schockeffekt in um ca. 50% erhobener Lautstärke jagt den nächsten, so dass es zum Schluss schon fast ermüdend wird. Stellen wie die, in der die Reporterin von den Zombiekindern in der Schule vor ihrer laufenden Kamera gefressen wird, sind zwar wirklich schockierend, können aber einfach nicht überzeugen. Erschwerend kommt hinzu das wirklich sehr viel im Film aus anderen Zombiefilmen geklaut wurde (was ja teilweise schon in Teil 1 so war). Abwechslung wird man in dem Film auch kaum finden, egal was passiert, stets sind es dunkle Orte die erkundet werden wo dann ein Schock-Effekt nach dem anderen kommt. Immer und immer wieder.
So kann man letztendlich nur sagen, dass "Resident Evil Apocalypse" im Punkto "Make Up" zwar zugelegt hat, sonst aber viele neue Fehler gemacht hat, so dass der Film einfach nur übertrieben wirkt und keine richtige Atmosphäre aufbaut. Wer Teil 1 geil fand soll den hier auch gucken, wer Teil 1 weniger mochte wird auch mit diesem Teil hier keine richtige Freude haben.

3/10

Details
Ähnliche Filme