"Chucky und seine Braut" ist ohne Zweifel das bisherige Highlight ("Seed Of Chucky" soll ja noch folgen) der gesamten Chucky-Reihe.
Dies hat mehrere Gründe:
1. Ich vergöttere Jennifer Tilly, die im dritten Nachschlag der Puppen-Horror-Reihe eine absolut erstklassige (vor allem höchst erotische) Schauspielerleistung abgibt. Im späteren Verlauf des Filmes ist sie zwar "nur noch" als Puppe zu sehen, leiht dieser aber (zumindest im Original) ihre markante Stimme.
2. Die Puppen-Effekte sind so genial und verblüffend wie in keinem der Vorgänger zuvor. Wüsste man es nicht besser, könnte man die hervorragend gestalteten Puppen tätsächlich für lebendige Wesen halten.
3. Die teilweise blutigen Effekte sind im direkten Vergleich mit den vorherigen Teilen noch einen Tick härter geraten. Ja, ich weiß, dass die Chucky-Filme nie so wirklich hyperbrutal waren, aber vor allem die Szene, in der Chucky den Onkel während der parallel montierten Heiratsszene zur Strecke bringt (Tiffany: "Halte ihn auf! Töte ihn!"), ist schon ziemlich heftig. Manche Szenen, wie zum Beispiel, als der Onkel erst einmal die Nägel ins Gesicht bekommt, sind aber auch zum Brüllen komisch.
4. Das stylisch perfekte Aussehen des Gesamtwerkes überzeugt auf ganzer Linie. Ronny Yu hat hier ganze Arbeit geleistet und aus "Chucky und seine Braut" ein Hochglanzhorrorfilmchen gemacht. Der Film ist einfach sehr schön anzusehen.
Dass der Film trotzdem nicht 10 von 10 Punkten von mir bekommt, liegt an den teilweise doch recht nervigen Twens (Jessie und Jade), jedoch können diese den Film lediglich auf 9 von 10 Punkten "herunterziehen".
Fazit: Chucky-Hasser werden auch diesen Film nicht mögen, Chucky-Liebhaber werden, wenn schon nicht lieben, doch zumindest mögen.