5
Endlich mal ein Serienmörderthriller aus Hongkong, der sich etwas stärker an westlichen Sehgewohnheiten orientiert, sprich: der konsequent ernsthaft daherkommt und ganz frei ist von diesen Slapstick-"Stilbrüchen". Das bedeutet in diesem Fall aber leider auch, dass es sich nur um einen weiteren drögen und betrüblichen SIEBEN-Verschnitt handelt. Weil der in allzu bekannten Bahnen verläuft, kommt auch nur mäßig viel Spannung auf. Er ist auch nur durchschnittlich hart: Meist sind die Taten des Killers bereits vollendet und seine Opfer liegen mit dem Gesicht nach unten in einer Blutlache, nur einmal gibt es eine kurze Phase von Onscreen-Morden. Der Mörder wird nach ca. einer Stunde allzu deutlich, aber wohl unbeabsichtigt entlarvt. Die Heldin, das typisch toughe Karriereweib, bleibt kühl und distanziert und lädt darum trotz ihres persönlichen Vergeltungsmotivs nur bedingt zur Identifikation ein.
7
Man denkt hier hat man eine kleine Perle des neuen HK Films, doch leider flacht er nach zweidrittel Spielzeit zu stark ab. Mit der Story hätte Alan Mak eigentlich mehr machen können, wenn man bedenkt was er mit Internal Aff. geleistet hat, aber jeder fängt ja mal an. 20 Jahre nach dem Mord an der Mutter, muß die nun zur Polizistin gewordene Waise einen Mordfall aufklären, der mit dem Mord an der Mutter identisch ist. Im wieder neue Wendungen machen den Film zwar interessant, aber es will sich keine wirkliche Spannung auftun. Die Hinrichtung der entführten Mädchen am Ende ist nach meinem Geschmack zuviel und schadet letztendlich den ansonsten durchdachten Film.