Review

"Der Hund von Baskerville" ist wohl einer der bekanntesten Romane um Sherlock Holmes und wurde schon vielfach verfilmt. Diese vorliegende Fassung ist dabei sicherlich die Beste. Nun aber zunächst zum Inhalt.
Sherlock Holmes (Peter Cushing) und Dr. Watson (Andre Morell) bekommen in der Baker Street Besuch vom merkwürdigen Dr. Mortimer, der ihnen von dem Fluch der Baskervilles berichtet und sich als Freund des neuesten Opfers Sir Charles Baskerville vorstellt. Da dem neuen Erben Henry Baskerville (Christopher Lee) ähnliches Ungemach droht, soll sich Holmes der Sache annehmen und zum Anwesen der Baskervilles reisen. Bereits bei der Ankunft Sir Henrys in London erweist sich Holmes als Lebensretter und steht nun vor einem seiner mysteriösesten Fälle ... .
Die Suche nach der Lösung des Rätsels entpuppt sich dabei als äußerst spannend, aber auch amüsant. So bietet der Film, trotz seines Alters eine düstere und gruselige Atmosphäre. Besonders wenn Holmes und Watson sich ins Moor, den Todesort von Charles Baskerville wagen, entsteht durch die herrlichen Kulissen und die Nebelschwaden ein absolut beängstigendes und geheimnisvolles Umfeld, dass den Betrachter sofort in seinen Bann zieht. Dies wird auch durch die grandiose Geräuschkulisse unterstützt, die einem oft einen kleinen Schauer über den Rücken jagt und stets an der passenden Stelle eingesetzt wurde.
Natürlich bietet aber die Handlung, die auf Arthur Conan Doyles gleichnamigen Roman basiert, die Hauptursache für die nahezu pausenlos gute Unterhaltung und die spannenden Sequenzen. So wird in zunächst gemächlichem Rahmen, zu Beginn die Vorgeschichte über den Baskerville-Fluch erzählt. Doch ab dem ersten Treffen von Sir Henry und Holmes wird die Handlung zunehmend dynamischer, ohne das je der Überblick über die Geschichte verloren geht. Wie bereits erwähnt sind hier die Szenen im Moor ein bestes Beispiel.

Darüber hinaus sorgt die Schauspielerriege für eine gelungene Abrundung. So sind Peter Cushing und Andre Morell einfach die Idealbesetzung für das Duo Holmes/Watson. Sie passen einfach in ihre Rollen, wie die Faust aufs Auge. Wenn man nach der Lektüre der Holmes-Romans noch kein Bild vom Aussehen von den beiden Protagonisten hatte, so hat man sie auf jeden Fall nach dem Film. Ich möchte nicht ins Schwärmen geraten, doch beide bringen den Charakter ihrer Rollen, gekonnt und glaubhaft rüber. Doch auch die restlichen Darsteller überzeugen vollends. Zwar bleibt Christopher Lee an einigen Stellen etwas blaß, doch insgesamt agiert er in guter Manier.
Auch humoristische Sequenzen lässt der Film nicht aus, kommt aber nie in Gefahr lächerlich zu wirken. Hauptakteure hierfür sind Holmes mit seiner trockenen, besserwisserischen Art und der etwas verwirrte Bischof Frankland, dessen kleine Auftritte sich herrlich in den Film einfügen.

Als Fazit kann man einfach sagen, dass dieser Film ein Muss für jeden Fan von Kriminalgeschichten ist und auch für weniger interessierte gute Unterhaltung bietet. Darüber hinaus handelt es sich hier, wie bereits erwähnt um die wohl beste Adaption des Stoffes und wer sich das Lesen ersparen will, sollte diesen Film auf keinen Fall missen.

10/10

Details
Ähnliche Filme