Während einer Verfolgungsjagd verunglückt der schwer zugedröhnte Sohn eines Triadenbosses, er stirbt, seine Begleiterin kommt mit schwersten Verbrennungen und geringsten Überlebenschancen in das Krankenhaus. Sein Vater will sich rächen, und befiehlt den Tod des gegnerischen Triadenbosses, dessen Männer die Hetzjagd veranstaltet haben. Liu [ Lam Suet ] engagiert telefonisch den Festlandchinesen Lai Fu [ Daniel Wu ], der ohne Ortskenntnis in der Stadt eintrifft, und sich auf Abruf bereithalten soll, der Auftrag soll innerhalb der nächsten Stunden erledigt werden. Zufällig erfährt die Polizei [ u.a. Alex Fong, Ken Wong und Chin Kar Lok ] davon, und mobilisiert alle Einheiten, ein ausgeführter Mord würde die eh schon aufgepeitschte Atmosphäre in Mongkok zum Überlaufen bringen. Man setzt Liu unter Druck, doch dieser weiss das Aussehen des Killers nicht.
Hervorragend gefilmtes Thrillerdrama, das einen von Beginn an packt, und dieses aufgebaute Interesse auch über die gesamte Laufzeit zu halten vermag, mittendrin vielleicht aufgrund der Zwischengeschichte - Lai Fu verbringt seine Zeit mit der Prostituierten Dan Dan [ Cecilia Cheung ] - einige kleine Hänger hat, die Spannungskurve im letzten Drittel aber nochmal mächtig anzieht. Während der Prolog die Vorgeschichte in atmosphärisch schwarz - weiss gehaltene Bilder verzählt, wird es auch nachher nicht unbedingt heller, weder optisch noch gefühlsmässig, Grossteil der Handlung spielt in der [Weihnachts]Nacht, in der sich der Killer, seinem Mittelmann und Informanten und die Polizei ein fiebriges Katz - und - Mausspiel im überbesiedelten Moloch Mongkok's liefern, und dazu immer noch andere Schwierigkeiten in der eh schon straffen Zeit auftauchen. So zum Beispiel sucht Lai Fu nach seiner Freundin, die aber wie vom Erdboden verschwunden scheint, Dan Dan hat arge Probleme mit einem schlagwütigen Kunden und bei einem Polizeieinsatz ballert ein Neuling [ Anson Leung ] einen Unbewaffneten über den Haufen.
Leider sind die Grundzüge der Geschichte und auch das eher vorhersehbare Ende bekannt, viel Neues erzählt der Film also nicht, aber die fesselnde Art wie er es erzählt ist hierbei entscheidend, wobei alle Figuren - obwohl grad erst eingeführt - schon einen dichten und motivierten Hintergrund haben, und dadurch der dramatische Aspekt funktioniert. Auch ist die intensive Kamera mitten im Geschehen; die wenigen, aber dafür realistischen und intensiven Gewaltausbrüche treffen einen auch richtig.
Die grösste Stärke besteht aber in der Besetzung, die grundweg perfekt agiert, bis auf Cecilia Cheung, die allerdings auch nicht gerade die vorteilshafte Rolle als Hure mit Herz abbekommt; stellt sich auch als einzige Schwachstelle im ansonsten durchweg gelungenen Film dar.