Review

Dass die Hammer-Studios keine Ideen hatten, kann man ihnen nach diesem Film wirklich nicht nachsagen. Wieder mal unter der Regie von Terence Fisher und Peter Cushing in der Hauptrolle bekommt man einen stimmungsvollen Film mit einigen trashigen Momenten.


Auf einer kleinen Insel vor Irland findet der Dorfpolizist eine Leiche, die scheinbar keine Knochen mehr hat. Der örtliche Arzt Dr. Landers sucht Rat bei dem besten Pathologen von Großbritannien, Dr. Brian Stanley (Peter Cushing), doch auch dieser hat noch nie von so einer Krankheit gehört. Nun zieht Stanley noch seinen Freund und Kollegen Dr. West hinzu, ein Spezialist für Knochenkrankheiten, doch auch diesem ist die Krankheit komplett unbekannt. Zusammen mit Wests Freundin Toni (Carole Gray) reisen die drei zur Insel und stellen Untersuchungen an. Eine Spur führt sie zu dem Krebsforscher Dr. Phillips, der sich in seinem Haus total abgeschottet hat. Auch dort finden sie nur Leichen ohne Knochen. Sie finden heraus, dass Phillips eine neue Art von Lebewesen erschaffen hat, die sich von Knochen ernähren. Guter Rat ist teuer, denn die „Silikate“ scheinen unverwundbar und verdoppeln sich alle sechs Stunden...


OK, der Inhalt klingt recht trashig und der Film ist es auch auf eine gewisse Art und Weise, doch der Film macht einfach Spaß und Laune.
Jedenfalls habe ich so eine Art von Story noch nicht gesehen und die Silikate sind einfach mal eine gelungene Idee. Zwar sehen sie aus wie eine Gummimatte mit Rüssel, doch das steigert nur mehr den Sehspaß.

Getragen wird der Film mal wieder von den exzellenten britischen Schauspielern, vor allem natürlich durch die Horrorlegende Peter Cushing, der wieder mal eine Rolle als Arzt hervorragend ausfüllt. Doch auch die Regie von Terence Fisher ist nicht zu verachten, die Combo Fisher und Cushing liefert aber praktisch immer gute Filme.

Die Effekte sind natürlich veraltet, verfehlen aber nicht ihre Wirkung. Die Leichen sehen zwar aus wie die alten „Hurra Deutschland“ Puppen, aber der Effekt, dass die Knochen ausgesaugt wurden, kommt dadurch sehr gut rüber.
Eine berühmte, recht harte Szene, wurde oft zensiert und bislang habe ich sie nur auf dem alten amerikanischen Tape gesehen. Selbst auf der neueren DVD aus Großbritannien war die Szenen zensiert. Doch Abhilfe ist nun mit der hervorragenden deutschen DVD geschaffen, wo der Film erstmals auf DVD ungeschnitten veröffentlicht wurde. Neben dieser Szene gibt es auch einige Dialoge, die in der deutschen Fassung damals fehlten.

Neben der recht interessanten Story gibt es noch einen wirklich fiesen und gemeinen Schlussgag, der dem ganzen Film noch einmal die Krone aufsetzt.
Auch musikalisch überzeugt der Film, die immer dann fahrt aufnimmt, wenn der Film etwas actionlastiger wird, soweit man von Action sprechen kann. Hinzu kommt der recht merkwürdige Sound, sobald die Silikate auftauchen.


Fazit: Hammer-Fans werden an diesem Film ihre wahre Freude haben. Der Film bietet eine recht kurzweilige Unterhaltung, kuriose Monster und einen klasse Effekt, der in seiner Härte für die damalige Zeit überrascht. Dazu Peter Cushing in einer Hauptrolle, der Hammer-Fan wird zufrieden sein. Für mich zählt der Film zu den Besten von Terence Fisher, allein schon weil der Film mal andere Monster hat. Klasse.

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