Review

"Clueless" ist eine wunderbare Teenie-Komödie , die einerseits zugeschnitten ist auf das Beverly Hills 90210-Publikum , andererseits zeigt Amy Heckerlings Komödie parodistische Züge bis hin zu sehr intelligenten Witzen.

Der Inszenierungsstil und die Dialoge sind perfekt um enorme Kurzweiligkeit zu erzeugen. Auf den ersten Blick kommt der Film ziemlich oberflächlich oder inhaltsleer rüber , die großen Qualitäten fallen erst auf den zweiten Blick auf. Es gibt kaum eine Komödie aus diesem Sektor mit solch überzeugenden und motivierten Schauspielern die zudem alle frisch und unverbraucht wirken. Alicia Silverstone ist perfekt besetzt und auch die heute sehr bekannten Schauspieler Paul Rudd , Brittany Murphy oder auch Breckin Meyer können alle in ihren Rollen überzeugen. Auch die Locations sind alle sehr gut gewählt und gestaltet. Kitschig und klischeehaft wird es eigentlich so gut wie nie , der Humor ist zwar zahm aber niemals niveaulos.Im Gegenteil , es finden sich viele Szenen mit subtilen Anspielungen auf grauenhafte Soaps , dümmliche Teenie-Komödien oder klischeetriefende Teen-Romanzen.

Abgerundet wird das positive Gesamtbild durch einen authentischen Soundtrack , der auch überaus abwechslungsreich ist.
Fazit : Für einen solchen Film absolute Oberklasse.

7,5 / 10

PS: Ich glaube das Clueless die erste Highschool-Komödie ist, die eine moderne Version klassischen Stoffes darstellen soll. Amy Heckerling ließ sich von Jane Austens "Emma" inspirieren. In den folgenden Jahren sollte es noch weitere kommerziell erfolgreiche Projekte dieser Art geben, z.B. "Eine wie Keine" als moderne Version von Shaws "Pygmalion" oder die Shakespeare-Adaption "10 Dinge die ich an dir hasse". Diese Werke können aber mit "Clueless" nicht mithalten.

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