Review

Der Osterhase ist vorbeigehoppelt und hat ein paar Spoiler versteckt.

Vorweg mal: Ein wirklich unterhaltsamer und kurzweiliger Film. Seventh Curse besticht unter anderem (oder vor allem... je nach dem wie sehr man wert drauf legt) durch ungewollte Komik. Verkorkste Aufnahmen, komische Synchro und wirklich seltsame Geschehnisse.. Keine groben Schnitzer aber je öfter man den Film sieht, desto mehr fallen einem die Kleinigkeiten auf.

Grob geht es um einen Abenteurer und Lebemann (also ehrlich gesagt geht es auch fein um einen solchen). Er wird zu beginn kurz vorgestellt indem er der Polizei bei einer Geiselnahme hilft. Hier gibts gleich mal die ersten Lacher, wie gesagt, wohl eher ungewollt. Allein schon die Tatsache, dass unser Held eine Bombe (wohl durch die Synchornisation verkorkst übersetzt) zu den Geiseln und -nehmern schmuggeln soll um die Geiseln zu retten ist der absolute Hammer. Die Bombe entpuppt sich als Blendgranate die etwa eine halbe Stunde lang leuchtet und blendet. Auch sehr professionell: Das vorgehen der Cops.

Nunja, kommen wir zu den Hauptgeschehnissen. Denn Dr. Chen (der Held) wird bei Forschungen in Thailand auf übelste Weise verflucht. Dabei noch ein paar Illustre Splattereffekte und das Auftauchen (wörtlich gemeint) einer Badenixe (nackt, mit durchsichtigem weissen, nassen Kleid... ihr wisst was ich meine). Diese Szene wird dann auch gleich 5 Mal in Zeitlupe wiederholt...
Er wird verflucht weil er die Junge Dame vor dem Tod bewahrt hat. Einem grausamen, furchtbaren Tod durch den alten Ahnen. Und wenn man den Ahnen erstmal in Aktion gesehen hat isses mit der Ernsthaftigkeit im Film erstmal dahin. Eine wahre Lachsensation dieser Ahne.
Diese Nixe hilft ihm dann auch den Fluch vorerst mal zu überwinden. Aber er kommt wieder, also der Fluch.

Chen wendet sich vertrauensvoll an seinen langjährigen Freund und Meister Chow Yun Fat. Widerum hier eine tolle Szene: Yun Fat versucht sich eine Pfeife in den Mund zu stecken. Aber es bleibt bei dem Versuch, denn die Pfeife bleibt an der Unterlippe hängen. Auch wieder dabei: Beknackte Synchro. Nun, die zwei beschliessen nach Thailand zu gehen um dem Fluch Einhalt zu gebieten. Denn wenn er nicht bald gelindert wird, is Ende Gelände... zumindest für Chen.

Nach ziemlichen Hin und Her schaffen Sie den Fluch zu brechen. Und zum Schluss zeigt sich ausserdem: Selbst ein mutierter, untoter, mächtiger, alter Ahne (Zitat: Er kann fliegen, Blut saugen UND töten [das sind ja gleich drei Dinge auf einmal! Das geht nun wirklich nicht]) kann noch so mutiert, untot, mächtig und alt sein, wenn Chow Yun Fat mit dem Raketenwerfer auftaucht bleibt kein Körperteil am anderen.

Dieser Film ist wirklich sehr zu Empfehlen. Man sollte ihn auf gar keinen Fall tierisch ernst nehmen (kann man wohl auch gar nicht). Aber genau das ist nochmal ein Bonus. Die kleinen und grösseren Filmfehler und die Synchronisation machen Seventh Curse wirklich zu einem Erlebnis. Vor allem für das Zwerchfell. Ich stimme meinem Freund zu, als dieser gewisse Parallelen zu Sam Raimi gezogen hat. Die Story an sich ist zwar nichts Besonderes aber alles andere als schlecht. Hinzu kommen ein paar Splattereffekte und eine ziemlich harte (und auch coole) Kinder-Ausdrück-Szene. Aber der direkte Anblick wird erspart. Eastern-Fans werden sich mit Sicherheit begeistern können und alle anderen sollten sich The Seventh Curse auf jeden Fall auch mal gönnen. Schade ist zwar das Chow Yun Fat nur Nebenrolle ist aber dennoch der härteste Charakter im Film und scheinbar alleswissend.

Muss noch dazu sagen:
Wenn der Film etwas professioneller gemacht worden wäre (und ich meine etwas, NICHT viel), wäre er nicht halb so komisch und damit würde er von mir 'ne schlechtere Bewertung bekommen.

Fazit: Scheenial.
Wertung: 8,5/10 (also 8)

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