„Frankenfish“, schon der Name lässt einen zusammenzucken, ist nur ein bedingt gelungener Beitrag zum Thema Tierhorror. Alles was man hier sieht hat man auch schon vorher irgendwo mal gesehen. Dank CGI sieht es nicht mal gut aus.
In einem Sumpfgebiet der USA wird eine verstümmelte Leiche gefunden. Daher werden der Rechtsmediziner Sam Rivers und die Biologin Mary Callahan auf den Fall angesetzt. Recht schnell finden sie mit Hilfe einiger Bewohner des Rätsels Lösung. Ein skrupelloser Geschäftsmann, der gerne mal etwas jagen würde, was noch nie einer gejagt hat, setze mutierte Fische in den Fluss die nun alles jagen, was sich bewegt, selbst an Land.
Gut, die Story kann man in drei Sätzen erzählen, wen hätte auch was anderes gewundert. Auch sonst bietet „Frankenfish“ nichts neues. Der Titel ist in meinen Augen recht dämlich gewählt und soll natürlich auf Frankenstein abzielen. Nur der hat damals ein Monster aus Leichenteilen erschaffen. Gut, Schwamm drüber, der Titel ist nicht der Bringer, aber vielleicht der Inhalt? Nein, auch nicht so recht.
An Schauspielern hat man mal wieder den großen Rundumschlag verpflichtet. Sie wirken alle recht billig, besonders der nervige Freund einer Darstellerin ist schon nach kurzer Zeit kaum zu ertragen. Hinzu kommen dumme und sich wiederholende Dialoge („Sei still, Jeff!“ oder wie immer er auch hieß). So ist man auch nicht traurig, wenn einer nach dem anderen ins Gras beißt.
Bei den Effekten hätte der Film eine Menge an Pluspunkten machen können, doch auch hier stammt viel aus dem PC und wirkt billig, besonders wenn die Fische zerhackt werden. Dennoch kann man dem Film gewisse blutige Effekte nicht absprechen, die vor vielen Jahren wohl noch der Schere zum Opfer gefallen werden. Diese sehen recht passabel aus, jedenfalls besser als die Fischeffekte.
Immerhin nimmt sich der Film und ergo auch die Effekte nicht wirklich ernst, so muss man schon mal schmunzeln. Besonders der Tod Marke "Ich habe eine Idee..." und dann, dann gibt es doch keine Idee ist schon recht wirtzig.
So kommt es natürlich am Ende auch zum Finale zwischen Gut und Böse, die richtigen Leute finden und verlieben sich und paddeln ins ewige Glück...wenn da nicht der böse Schlussgag wäre. Dieser ist wirklich gelungen und lässt Raum für einen Nachfolger. Nur hoffentlich kommt dieser nicht, ein Frankenfishfilm reicht vollkommen.
Fazit: Weder Fisch noch Fleisch, im wahrsten Sinne des Wortes. „Frankenfish“ hat teilweise gute Ansätze, doch liefert er genau das, was man schon zig mal in (besseren) Filmen wie Piranha usw. gesehen hat. Hinzu kommt, dass mir die CGI-Effekte nicht gefallen haben, da sie doch zu offensichtlich sind. „Frankenfish“ kann man sich, auch dank der relativ kurzen Lauflänge, mal zwischendurch ansehen. Man sollte jedoch nicht viel erwarten. Trashfans, die dem Tiergenre nicht abgeneigt sind, werden sicherlich ihren Spaß haben.