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Das Sequel dreht die Perversions- und Gewaltregler gegenüber Teil eins deutlich auf. Der psychopathische Killer schreitet völlig enthemmt voran, stets auf 180. Oft wird die vierte Wand durchbrochen und der Psycho schreit in die Kamera wie Macho Man Randy Savage bei einer Wrestling-Promo. Das frauenverachtende und rassistische Vulgärgeschreie ist derart übertrieben, dass es offenkundig nicht ernst gemeint ist. Zudem merkt man dem Hauptdarsteller in wenigen Einzelszenen an, dass er kurz davor ist, über sich selbst zu lachen. Gegen Ende dreht der Psychokiller seinen eigenen Snuff-Film und es wird super pervers und ziemlich gory: Die Effekte sind natürlich kompletter Trash, aber hier werden Leichen und Augenhöhlen, ja sogar ein ganzes Grab „gerapet“! Wer Filme wie The Necro Files (1997) oder Death-Scort Service (2015) mag, wird mit dem eigensinnigen Amateurfilm eventuell Freude haben.

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Diese Z-Film-Variante von William Lustigs MANIAC geht auf das Konto einer handvoll pubertärer Proleten, die sich offenbar an Vergewaltigungen, Frauenverachtung, Schwulenfeindlichkeit, Drogenmissbrauch, Rassismus und dem F-Wort delektieren. Wahrscheinlich holen die sich auf den von ihnen auf Home Video fabrizierten Bockmist sogar noch einen runter und kommen sich cool vor, weil sie glauben, dass sie Tabus gebrochen und ein wenig Gesellschaftskritik geübt hätten. Eine echte Aussage oder auch nur einen Hauch von Ironie sucht man vergeblich. Stattdessen schreit nur ein völlig überdrehter Protagonist pausenlos Obszönitäten direkt in die Kamera und hält dieses grausige Gebahren wohl für Schauspielerei. Und müssen wir uns unbedingt in allen Details geben, wie der Kerl uriniert? Letztklassiger und vulgärer Müll wie dieser bringt Independentfilme immer wieder in Verruf.

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