Mit „Frankenstein must be Destroyed“ wie der Film im Original heisst, schlüpfte Hauptdarsteller „Peter Cushing“ zum fünften Male in die Rolle des Barons Victor Frankenstein. Wie auch in den vier vorangegangen Frankenstein Filmen, bietet Cushing wieder eine herausragende Leistung ab. Was an einem sofort beim betrachten des Films auffällt ist, das der Baron noch nie so Böse und Niederträchtig gezeigt wurde. Nicht nur das der Baron über Leichen geht, vor allem in der Eröffnungsszene sieht man wie er einen Menschen den Kopf abschlägt, mit einer Minisense. Sehr schön gemacht wie er zum Schlag ausholt und man sieht dann das Blut gegen die Wand spritzen, diese Szene hat mehr Wirkung als wenn man wie in heutigen Filmen sieht wie der Kopf wegfliegt. Diesmal zieht er alle mittel die ihm zur Verfügung stehen um an sein Ziel zu kommen. Neben Mord, erpresst er auch ein Liebespaar und was man bisher noch nicht von ihm kannte, er vergewaltigt auch die Frau. Peter Cushing wollte diese Szene überhaupt erst nicht drehen, weil es ihm doch ziemlich unangenehm war.
Man bekommt überhaupt sehr viel geboten. Ob ein abgetrennter Kopf oder das obligatorische Gehirn, was wieder gezeigt wird. Für Fans von Hammer ist der Film wieder ein Genuss.
Aber auch die anderen Darsteller können wie schon so oft in den Hammer Produtionen überzeugen.
Für den Frauenpart konnte man die bezaubernde Veronica Carlson gewinnen, die wie gewohnt wieder eine gute Leistung zeigt. Veronica Carlsen die später noch mal in einen Frankenstein Film auftreten sollte, wo Peter Cushing aber nicht mehr mitspielte. Es handelt sich um den Film „Frankensteins Schrecken“ von Jimmy Sangster, mit Ralph Bates als Baron Frankenstein. Ein sehr guter Film, auch wenn Peter Cushing doch der einzige und wahre Frankenstein Darsteller ist. Bis heute ist er für mich unerreicht.
Als Veronica Carlson´s Verlobten sehen wir „Simon Ward“ der später noch eine Rolle im Film MONSTERCLUB hatte, an der Seite von Vincent Price. Das Frankenstein Monster wurde in diesem Film nicht wie man es noch aus Frankensteins Fluch kennt, deformiert dargestellt, sonder ganz Menschlich. Gespielt wurde die Rolle von Freddie Jones, der eine super Darbietung zeigte und mit dem man wirklich Mitleid hatte. Wieder einmal ein großartiger Hammer Film. Frankenstein ist wohl die beste Filmserie die Hammer herausgebracht hat und wo es wirklich keinen schlechten Film gab. Auch hier kann man wieder mit schönen Gothic Kulissen glänzen, wenn auch nicht so opulent, wie in den anderen Filmen dieser Serie. Vor allem das Labor war diesmal nicht so herausragend Ausgestattet wie noch in „Frankensteins Ungeheuer“, was ja stark dem Universal Labor des ersten Frankenstein Films mit Boris Karloff nachempfunden wurde. Trotzdem ist der Film wieder ein Highlight und zählt mit zu den besten Hammer Filmen.