Review

Nach vielem Lesen von Shinya Tsukamotos "Tetsuo" und den dadurch anhaltend guten Kritiken hatte ich mich entschlossen dieses so genannte "Meisterwerk" auch mal anzuschauen. Doch was ich dann sah erwies sich letztendlich als krasses Gegenteil, denn "Tetsuo" ist eines der billigsten Filme aller Zeiten ohne jeden Sinn und Verstand.

Aber kurz mal zur Geschichte dieses aus Metallgeschweiftem Streifens dem ich absolut nichts abgewinnen kann: Gleich zu Beginn schlitzt sich irgendein durchgedrehter Wissenschaftler sein Oberschenkel auf und steckt ein herumliegendes Metallstück herein. Danach rennt er schreiend in der Gegend herum, bis ihn plötzlich ein Auto erfasst. In einer anderen Szene sieht man plötzlich einen im feinen Anzug gekleideten Mann, der langsam aber sicher durchzudrehen scheint und sich in einen aus Metall bestehenden Wesen transformiert. Und nicht das es schon zu viel wäre, mutiert auch schließlich sein Penis in einen riesigen Spiralbohrer. Als seine Freundin ihn sieht, ist sie zuerst total schockiert, doch dann erregt, bis sie letztendlich drauf geht. Die beiden metallischen Kreaturen treffen letztendlich aufeinander und liefern sich einen erbitterten Kampf, bis sie schließlich zum Schluss mit einander fusionieren - Mein Gott was soll des denn bitte sein, habe ich mir da gedacht, denn so was krankhaftes und absolut bescheuertes kann man eigentlich schon nicht mehr nachvollziehen!

Allein in den ersten paar Minuten (was ja schon die Hälfte vom Film ist, da dieser nur 65 Minuten lang dauert) konnte ich diese aus schwarz-weiß entstandene, extrem wirre und schnell geschnittene Bilderflut, bei der ausschließlich fast nur lauter Drähte, Rohre und jede Menge Schrott durch das Bildschirm flimmert, nicht mehr sehen. Tsukamotos Streifen hat von Anfang bis Ende überhaupt keine Geschichte aufzubieten, aber vielleicht will sie das auch nicht und es sollte so sein, doch sich eine Stunde lang anzusehen wie sich ein Mensch immer mehr und mehr den ganzen Film über in ein Metallmonster transformiert, wobei dann auch noch kaum geredet wird, sondern ausschließlich die ganze Zeit mit dröhnender Punk-Musik unterstützt wird, kommt da schon einem alles immer bizarrer und unerklärlicher vor.
Was der Regisseur Shinya Tsukamoto (der auch noch Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt, F/X und auch eine Rolle übernahm) mit seinem Werk letztendlich bezwecken wollte, kann wohl nur er selber beantworten. Fakt ist jedoch, das am Ende vom Film ein Haufen voller Schrott übrig bleibt, und genau dies ist "Tetsuo – The Iron Man" auch, ein Haufen Schrott und nichts anderes!

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