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Aus Fleisch werde Stahl……Das erste auf 16 mm gebannte Stück Celluloid von Japans Ausnahme Regisseur Shinya Tsukamoto ist eine im Jahre des Herrn 1989 in s/w geschwängerte Dampfwalze von selten dagewesener surrealer Kraft – trotzendes Metaphergemetzel,angepeitscht von wildester Kameratechnik und für diese Zeit Revolutionierenden Schnitttechniken.Das fast ohne Dialog auskommende Gesamtkunstwerk wird unterstützt durch einen Dampfhammergleich schnaufenden Industrial-Techno Soundtrack von Chu Ichikawa(Eisenrost),der auch alle späteren Tsukamoto Filme unterstützen sollte,und einen wesentlichen Anteil zur Intensivität des gezeigten beigetragen hat.          

Ein von Alpträumen geplagter Mann infiziert sich und mutiert dann real zu einem „Metallklumpen“ aus Eisen und Stahl, um sich letztendlich mit einem anderen „Tetsuo“ im Kampf zu stellen, mit ihm zu verschmelzen und sich gemeinsam auf einen Kreuzzug gegen die vielleicht zu schnell voranschreitende revolutionierende Technologie unserer Welt zu vereinen.Ein Experimentalfilm,der sich in seiner Einzigartigkeit mit nichts vorher auf Celluloid festgehaltenes Filmmaterial vergleichen lässt.Es bleibt genug Spielraum für eigene Erklärungen und Interpretationen.Parallelen zu David Lynch sind da durchaus festzustellen.Eine Bewusstseinserweiternde Achterbahnfahrtgleiche Filmerfahrung,die sich in solch intensiver Kunstform jeglicher Bewertung entzieht.Ich neige zur Übertreibung….We can make the world rust !!!!

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