Review

Achtung, lieber Leser - dies ist eine Wiederholung : denn Ähnliches habe ich schon zigmal in einer Kritik zu einem deutschen Film geschrieben bzw. schreiben müssen... Leider machen die meisten deutschen Filmemacher einfach immer wieder diesselben Fehler (es gibt Ausnahmen, aber die halten sich leider in Grenzen) - und auch ein von Kritikern hochgelobter Tom Tykwer ist da keinen Deut besser!
Hier kommt er also wieder, dieser Satz : Dieser Film könnte kaum "deutscher" sein - und das ist beileibe nichts Positives...
Das fängt bei den oberflächlichen Charakteren und deren streckenweise banalen Dialogen an (in vielen Genres ist das nicht so tragisch - bei einem Drama allerdings sehr wohl!). Hinzu gesellen sich eine Fülle an sinnfreien Sexszenen (und das ist nun wirklich ein verdammt "deutscher" Filmfehler), und der Faktor Zufall wird dermaßen überstrapaziert, dass jegliche Glaubwürdigkeit verloren geht. Dass man so etwas tausendmal besser hinkriegen kann, beweist der amerikanische "11:14". Dort wirken die Verknüpfungen der einzelnen Personen, die an einem einzigen Unfall beteiligt sind, längst nicht so überkonstruiert wie in "Winterschläfer". Das Ganze mündet dann auch noch in ein äußerst holprig und hölzern inszeniertes Finale, dass einen wirklich schalen Nachgeschmack hinterlässt.
Im Endeffekt wirkt der Film (der ja von Kritikern als Kunstwerk gefeiert wird - warum, das wissen wohl nur die selber...) wie eine Seifenoper mit etwas besserer Optik. Von vernünftiger Dramaturgie leider kaum eine Spur. Auch ein richtig "deutsches" Problem...

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