Man stelle sich das vor: Einpaar Kumpels rennen in den Supermarkt, um dort sämtliche Kostüme zu Halloween abzuräumen... Das gesamte Budget geht für Pizza und Bier drauf... Nach vier Tagen kommt tatsächlich sowas wie ein Film zustande, handbemalte Kulissen inklusive... So oder so ähnlich muss man sich wohl die Dreharbeiten zu "Dark Night..." vorstellen, einem weiteren Amateurtrasher des einschlägig bekannten Ron Atkins...
Zur Story: Ein Knochenmann geht im Dunkeln um, wo er Alkis und Studenten stranguliert, die satanische Messe dazu folgt später... Im Auto wird gekifft, kurz darauf werden zwei Protagonisten komplett mit Shisha abgefüllt... Heimlicher Star ist eine Sexdarstellerin (?), die wirklich ganzen Körpereinsatz bietet, um dabei die Grenzen zum HC nie zu überschreiten...
Zumindest ab der zweiten Hälfte ist Atkins ein recht sympathischer No Budget-Horrortrash gelungen, der sich gerne auf die Wild Side of Cinema begibt, was ja prinzipiell sehr positiv zu vermerken ist. Sogar halbwegs kompetent wurde das bunte Friedhofstreiben inszeniert, wenngleich die Handlung auf einen Grabstein passt. Dennoch kann "Dark Night..." durchaus Spaß machen, wer sich ein Faible für grobschlächtige Amateurstreifen bewahrt hat und nichts Weltbewegendes oder künstlerisch Wertvolles erhofft. Schlechteres hat man in diesem Bereich wahrlich schon zuhauf gesehen.