Manila: Die Millionärs-Tochter Janice Thursby wird von einigen brutalen Typen gekidnappt, die zudem auch ihren Ehemann Arthur eiskalt um die Ecke bringen. Janices Vater engagiert daraufhin ihren Ex-Freund, den ehemaligen Vietnam-Soldaten und Elite-Kämpfer Philip Sloane, um seine Tochter wieder aus der Gewalt der Entführer zu befreien. Sloane reist prompt nach Manilla wo er - unterstützt von seinem alten Kumpel Pete und Arthurs Schwester Cynthia, die die Mörder ihres Bruders zur Rechenschaft ziehen will - im lokalen Unterwelt-Milieu rumschnüffelt. Bei seinen "Ermittlungen" durch sämtliche Bars und Bordelle der Stadt fühlt er schließlich dem Gangster-Boss Chan Se auf den Zahn, der sich als Drahtzieher der Angelegenheit entpuppt... Es gibt Filme, bei denen man meinen könnte, die Götter hätten etwas dagegen gehabt, dass sie gedreht werden: "Apocalypse Now"... Terry Gilliams "The Man Who Killed Don Quixote"... und "Sloane - Die Gewalt im Nacken"! Diesen eigentlich längst vergessenen 1985er-Heuler in einem Atemzug mit den besagten Streifen zu nennen, mag da ein wenig verwegen erscheinen, trifft den Kern der Sache aber doch recht akkurat, denn Horror-Storys vom Dreh gibt's hier auch zuhauf und neben den üblichen Problemchen am Set eines solchen Billig-Reißers haben den Machern hier sogar Auseinandersetzungen mit Guerillas, bei denen echte Kugeln geflogen sind, die Arbeit erschwert! Ursprünglich wurde das Ganze dann auch mal von einem gewissen Richard Belding begonnen, der sonst eigentlich Cutter bei zahlreichen TV-Serien gewesen ist, bevor dieser dann (verständlicherweise) mittendrin 'nen Abflug gemacht hat und der ebenfalls mit keinerlei Regie-Erfahrung beschlagene Produzent Dan Rosenthal selbst das Kommando übernehmen musste. Dass da nebenbei auch noch einige der Darsteller versucht haben zu türmen und von Mitgliedern der Film-Crew am Flughafen abgefangen werden mussten, ist da schon fast nur noch ein Nachgedanke. Wer nun unkt, dass das finale Ergebnis ob seiner trubeligen Produktions-Historie demnach handwerklich ein wenig... *öhm*, "rustikal" zusammengedeichselt wurde, der liegt mit seiner Vermutung ganz richtig und das insgesamt echt ranzige Erscheinungsbild trägt dann sicherlich auch sein Scherflein dazu bei, dass "Sloane - Die Gewalt im Nacken" im breiten Sumpf 80er Jahre-Actiongülle ziemlich untergeht und nicht mal mit anderen philippinischen Streifen dieser Sorte (diese dann zumeist aus den Hand von Cirio H. Santiago, der hier ausnahmsweise mal nicht irgendwie involviert gewesen ist... man merkt's!) konkurrieren kann. Die prallste Aktion des Titelhelden, der sich über die gesamte Laufzeit hinweg übrigens derart arschlöchrig gebärdet, dass es selbst einem in Sachen Chauvinismus und Proletentum abgehärteten Allesgucker noch negativ auffällt, ist da übrigens, während einer Auto-Verfolgungsjagd einer Schlange den Kopf abzubeißen... das ist aber auch der einzige erinnerungswürdige Moment, den dieses Schundfilmchen auf Lager hat. Thomas Danneberg, der ja sonst gemeinhin auf der Tonspur auch noch den letzten Grind zum Event veredelt hat, wirkt als deutsche Synchronstimme von Möchtegern-Action-Star Robert Resnick - von dem man davor und danach übrigens nicht mehr viel gesehen hat - regelrecht vergeudet und wertet das Ganze aufgrund aufgrund eines eklatanten Mangels an schnoddrigen Sprüchen noch nicht mal akustisch auf. Nun ja... vielleicht wird der Schmand ja besser, wenn man ein paar Dosen Plörre gezischt hat...
3/10