Inhaltsangabe

von ----

Es war einmal ein Schneidermeister namens Zwirn ...

... (Paul Henckels), der hatte drei Söhne und eine sprechende Ziege. Da die Ziege sein einziger Besitz war, trug er den Kindern auf, sich gut um das Tier zu kümmern. Die Brüder taten, wie ihnen geheißen und führten die Ziege auf die saftigsten Weiden. Doch statt sich dankbar für das gute Futter zu zeigen, meckerte die verwöhnte Geiß dem Schneider vor: "Wovon sollt' ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einzig Blättelein!" Und so kam es, dass der erboste Schneider einen Sohn nach dem anderen aus dem Hause jagte!

Nachdem der alte Mann nun ganz alleine war, führte er seine Ziege höchstselbst zur Weide. Doch kaum hatte er sie zurück in den Stall gebracht, meckerte sie los: „Wovon sollt' ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einzig Blättelein!“. Da dämmerte dem Schneider, dass er seine Söhne zu Unrecht verstoßen hatte und er verfiel in eine tiefe Traurigkeit. Ach, hätte er die Buben doch nur wieder zurück! Wie es ihnen in der Fremde wohl ergangen sein mag?

Gedreht nach der literarischen Vorlage der Gebrüder Grimm, entstand unter der Regie von Alfred Stöger eine abendfüllende Kinofassung, die das Märchen erstmals in Bild und Ton auf die Leinwand brachte. Dem Produzenten Hubert Schonger war es zudem gelungen, mit Paul Henckels einen der beliebtesten Schauspieler der damaligen Zeit für die Rolle des Schneiders zu gewinnen. Das Drehbuch zum Film, der seine Uraufführung am 2. Oktober 1938 erlebte, verfasste der Schriftsteller und Literaturhistoriker Guido Karl Brand.

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