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Im Fahrwasser von "Das Omen" schickt sich "Holocaust 2000" an, den Antichristen ein weiteres Mal auf die Menschheit loszulassen um deren baldigen Untergang herbeizuführen. Mittel zum teuflischen Zweck soll dieses Mal ein neuartiges, sieben-türmiges Kernfusions-Kraftwerk sein...

Regisseur Alberto De Martino liefert tatsächlich ein brauchbares Omen-Plagiat ab, welches dann auch recht ungeniert so ziemlich alle bekannten Klischees und religiösen Anspielungen aufträgt. Daß das Ganze dem Motto "Gut geklaut ist besser als schlecht selbst gemacht" auch funktioniert, ist zum einen den guten und ernsthaften Darstellerleistungen zu verdanken, zum anderen der stimmungsvollen Atmosphäre des Films. Kirk Douglas Rolle etspricht quasi derjenigen von Gregory Peck im Vorbild und liefert auch kaum Anlass zur Kritik. Stark spielt im weiteren auch Simon Ward als unendlich unschuldig dreinblickender Vorbote des Teufels, wenn gleich seine filmische Bennung "Angel" letztlich doch etwas zuviel des Guten, weil zu offensichtlich, ist.

Zwischen atmosphärisch inszenierten Alpträumen, manigfaltigen Omen wie zB. dem 33. Geburtstag oder dem rückwärts geschriebenen Namen "Jesus" und dem Gerangel um den geplanten Bau des Höllenkraftwerks gibts dann auch einige kleine Actionszenen. Highlight hierbei ist zweifelsfrei eine per Rotorblatt abgetrennte Schädeldecke. Ähnlich dem Omen-Vorbild spielt Action aber insgesamt eine deutlich untergeordnete Rolle.
Inhaltlich wie spannungstechnisch ungewöhnlich kommt schließlich das abrupte Ende von "Holocaust 2000" daher. Obwohl ebenfalls stimmig, hätte ich mir in diesem Punkt letztenendes doch bedeutend mehr versprochen.

Fazit: Etwas angetaubte "Omen"-Kopie, die aber trotzdem Spass macht und ihren eigenen Charme zu entwickeln vermag. Mit mehr Budget und Mut zur wie auch immer gearteten Vollstreckung hätte hier gar ein echter Kracher draus werden können. Im Gegenzug hätten einige kleine Handlungsfetzen (Bettszene) der Belanglosigkeit wegen rausfliegen können...

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