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Sarah ist eine Kunststudentin in San Francisco. Sie kommt aus England und ist das erste Mal in den USA. Sie hat keine Freunde, und wohnt zufällig neben Dobie, einem Serienmörder. Seltsame Dinge passieren Sarah. Sie hat nachts seltsame Träume. In der Klasse sehen ihre Skulpturen nicht aus wie das Thema. Ihr Bildhauermeister Monsieur Giraud ist die einzige Person, die auf sie hört. Sie beginnt eine langsame Beziehung mit ihm, während sie versuchen herauszufinden, was los ist. Dobie schließlich bohrt ein Loch in der Mauer zu Sarahs Wohnung und beginnt, sie auszuspionieren. Es stellt sich heraus, dass alles was sie zu formen beginnt die Person ist, die als nächstes stirbt.

Einen recht seltsamen Thriller mit einem gewissen übernatürlichen Touch schickt ein gewisser Ian Merrick ins Rennen, dem man aber deutlich anmerkt, das er mit der Erzählung einer komplexen Geschichte doch ein wenig überfordert schien. Hier laufen lange Zeit zwei Geschichten parallel, die lange brauchen, um zueinander zu finden. Da wäre das langweilige Leben einer britischen Kunststudentin Sarah in San Francisco, die zwischen Anbandelungen mit einem Mitstudent und später ihrem Professor, von Träumen geplagt wird und deren Skulturen immer so ganz anders aussehen als das jeweilige Modell und dabei immer eine Person modelliert, die kurz darauf den Löffel schmeißt.
Wesentlich interessanter ist da der Herr Nachbar, vor allem weil hier der gute Jeff Fahey doch schauspielerisch ganz schön gefordert wird, statt wie immer nur mit steinerner Miene den Bösewicht zu geben. Hier gibt er den schizophrenen Schizo, der gern mit Glatze, Wollmütze und grünen Kontaktlinsen verkleidet sich die Strip Show seiner von ihm verehrten Silvie (hier darf Emmanuelle Vaugier sogar mal ordentlich Haut zeigen) reinzieht, zuhause Hamlet rezitiert und sich hobbymäßig als Stalker die Zeit vertreibt.
Nur ist eben jene Silvie auch Model in Sarahs Klasse und wird nach kurzer Lesbeneinlage von Dobies alter Ego (eben jene Glatzenverkleidung mit der er auch muntere Zwiegespräche führt) eben ermordet, also stalkt er dann halt eben die Nachbarin. Ja, die Story ist wüst durcheinandergemischt und so richtige Spannung kommt dabei auch kaum auf. Wo jetzt eigentlich genau der Dämon da within sein sollte, weiß wohl nur der Drehbuchautor, der dann bei Gelegenheit auch mal das kryptische Ende erklären sollte. Das kommt zwar angenehm unerwartet, aber ich sag mal wirklich logisch nachvollziehbar ist das alles nicht.
So bleibt ein doch wüst konfuser Thriller, der doch viele Fragezeichen offen läßt. Wirklich fesseln kann die irgendwie unstrukturierte Nummer auch nicht unbedingt und wer auf blutige Kills hofft, Dobie wird ja immerhin als Serienkiller skizziert, wird auch nicht glücklich. Alle Morde, wie die von Silvie, dem Priester und der alten Kartenlegerin finden im off statt. Mich verwundert jedenfalls kaum, das sich anscheinend noch immer niemand in Deutschland für eine Veröffentlichung gefunden hat.
4/10

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