Mit der Dr.Moreaus Insel ist es so eine Sache: das Original von 1932 kennt fast keiner, weil es nie gezeigt wird, die dritte Verfilmung "DNA- Experiment des Wahnsinns" mit Val Kilmer und Marlon Brando ist so schlecht, daß man alle Beteiligten am besten erschießen sollte.
Bleibt also nur Lancasters Moreau, der sich im zweiten Aufwasch der Story mit Michael York als Schiffbrüchigem abgeben muß, dem es nicht gefällt, daß er auf seinem Eiland aus wilden Tieren genetisch Menschen (oder menschenähnliche Wesen) formt.
Der Film wirkt durch und durch wie Stückwerk, der die Psychologie der religiösen Abhängigkeit der Tiermenschen von ihrem "Schöpfer" kommt ebensowenig zum Tragen, wie die recht nett aussehenden Masken nach "Planet der Affen" unspektakulär sind. Lancaster wirkt müde, wenn er seine Seren verspritzt und aus Wildebern latente Amokläufer macht und gibt York immer zu wenig Infos, damit der ins nächste Fettnäpfchen treten kann, daß uns der finalen Katastrophe entgegenführt. York selbst kann dem Image des knuffigen Jüngchens nicht entfliehen, seine Liebesgeschichte mit Moreaus Töchterlein bleibt Stückwerk und der eigentlich als Rivale gedachte Aufpasser (Neal Davenport knurrt sich noch am passabelsten durch seinen Part) scheint selbst nicht zu wissen, was er da noch macht.
Natürlich dreht der Wissenschaftler am Ende durch und pumpte auch York mit Serum voll, während draußen metaphorisch gesprochen schon die Hütte brennt, weil die Mutanten arg unwillig werden.
Natürlich wird er schlußendlich niedergemacht, doch das ist ebenso unmotiviert, wie sich die Mutanten beim Schlußbrand doof anstellen, wenn sie die restlichen wilden Tiere freilassen.
Selbst für Freunde quietschbunter Abenteuerstreifen mit SF-Touch knirschen hier die Gelenke, will sich keine Fahrt einstellen und es ruckt an allen Ecken und Ende. Etwas besser als Brando und Co. dürfte das Resultat schon sein, aber weder die Leistungen, noch der Plot oder die Tricks haben uns irgendwas zu bieten, was von Interesse wäre. (3/10)