Zu "Der Eisbär" fällt mir lediglich Folgendes ein:
Als Deutscher gibt es im Auslanland Grund genug, sich seiner Nationalität zu schämen. Das wissen alle, die sich jenseits unserer Grenzen schon mal "outen" mussten, auch wenn der Lauf der Geschichte dieses Phänomen mehr und mehr abmildert. Auch wenn man die Vergangenheit niemals wird rechtfertigen können, so kann man wenigstens einen Gewinn für die Gegenwart und die Zukunft daraus ziehen, so wenig tröstend das auch ist.
Dies kann man von Til Schweigers Film leider nicht behaupten. Für diesen peinlichen Schund muss man sich immer schämen und kann leider Gottes nichts Gutes weder für die Gegenwart noch für die Zukunft daraus ableiten. Zumahl der Mann immer noch Film auf Film in die Welt setzt. Ungebremst. Erfolgreich. Ein Grauen.
Ein Wink des Schicksals, dass der Mitschöpfer und Hauptakteur dieses peinlich-dämlichen Tarantinoplagiats selbst in dessen Werk einen Platz gefunden hat. Und Tarantino hat sofort das Talent Schweigers erkannt und seine Rolle daran angepasst. Und selbst in einem Tarantinofilm schafft es Schweiger nicht, nur annähernd so cool zu wirken, wie er es gerne hätte...
Erschreckend ist jedoch, dass dieser Mann in diesem Land diesen großen Erfolg hat. Aber Gleiches gilt ja auch für Dieter Bohlen, Mario Barth, Oliver Pocher, Matthias Schweighöfer, Scooter, DJ Ötzi und das Mädchen, das diesen "Schnappi"-Krokodil-Song gesungen hat.
Obwohl die wahrscheinlich heute behaupten kann, von ihren Eltern gezwungen worden zu sein.
Was ist Ihre Entschuldigung, Herr Schweiger?