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Dr. Jake Arledge hat eine Methode entwickelt, mit der er äußerst präzise das Auftreten gefährlicher Tornados vorhersagen kann. Bei der ersten Vorführung versagt das System zwar, doch Dr. Arledge kann den Fehler mit der Hilfe seines Kollegen Mark Scott recht schnell ausmerzen und warnt auch prompt eine Kleinstadt vor einem heransausenden Tornado. Doch für Jake und Mark beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn niemand will ihnen glauben.

Es ist schon irgendwie ein Kreuz mit den TV-Katastrophenfilmen. Diese spielen sich durch die Bank weg beinahe deckungsgleich ab und wenns um Stürme geht, ist die Story sehr oft direkt an Twister angelehnt. Die einzige Ausnahme die Tornado Warning macht ist der völlige Verzicht auf eine Love Story, ansonsten aalt sich das Werk aber in der Masse der Klischees, die das Genre nun mal an sich hat. Als prominenten Gaststar dürfen wir heute Gerald McRaney begrüßen, den Älteren noch als Partner von Simon & Simon ein Begriff. Das Budget gab da wohl nicht mehr her, was man auch gut an den schlecht animierten Windhosen festmachen darf, die einfach nur grauslig aussehen. Überhaupt spielt der Wind mal wieder eine erschreckend untergeordnete Rolle, viel mehr geht es wie üblich um die menschlichen Schicksale.
Die Story spielt mal wieder um eine präzisere Wettervorrausage von Tornados. Wie gehabt geht die erste große Präsentation von Doc Arledge mächrig in die Hose, was zur Folge hat das ihn anschließend keiner mehr für voll nimmt. Aber da der zufällig vorbeispazierende Student Scott mal auf die Schnelle das Computerprogramm optimiert, funktioniert alles jetzt töfte und sagt eine Tornadowarnung für ein 2500 Seelen Kaff voraus. Wie es halt so ist findet natürlich prompt dort ein Jubiläumsfest statt und die ignorante Bürgermeisterin und der sture Sheriff wollen das Fest partout nicht abblasen (das macht der Wind später). Allerdingsbenehmne sich beide Charaktere dermaßen dämlich, das man als Zuschauer sich schon wundert, wie man solche lachhaften Figuren ins Drehbuch geschrieben hat, denn die Sturköpfe halten selbst dann noch am Programm fest als ihnen schon die Hüte vom Kopf geweht werden.
Allerdings wird das ganze dermaßen schläfrig inszeniert, das einem der Film beinahe doppelt so lang vorkommt, wie er ist. Viel zu selten bekommt man wirkliche Sturmaction, sondern meist Dialoge mit einem aufgeblasenen Lokalreporter und natürlich Docs Tochter, die mit ihm natürlich noch wunde Punkte aus der Vergangenheit ausdiskutieren muß. Immerhin hat sie aber die (unbeabsichtigt) lustigste Szene im ganzen Film. Nach dem Sturm berichtet sie das bis auf eines, alle Häuser in dem Nest zerstört seien, während im Hintergrung groß die völlig intakten Gebäude stehen, jaja wenn ein Film sich selbst schon so ins Knie schießt, was soll man da erwarten.
Große Schauspielkunst wird ebenso kaum geboten. McRaney wirkt müde und halbschlaft sich durch den Streifen, aber auch der Rest des casts kann keine Glanzpunkte setzen. So bleibt am Ende mal wieder der typisch verschnarchte Katasstrophenfilm, der niemals wirklich interessant zu werden droht und sich behäbig voranschleicht. Dieses laue Lüftchen braucht kein Mensch.
3/10

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