Review

Neuer Freitag, neue Runde!
Warum fangen diese blöden jungen Leute eigentlich immer an so schrägen Daten an, Feriencamps wieder in Schuß zu bringen? Andererseits: vielleicht war's ja auch Mittwoch, der Neunte, einen Kalender hat man mir hier auch nicht gezeigt.
Auf jeden Fall jagt uns Steve Miner durch die zweite Runde am Camp Crystal Lake, welches diesmal unbenützt bleiben muß, doch zum Glück (Pech?) gibt es ja noch mehr Camps am See.
Und was wir ihm ausrichten können: es handelt sich um eine genaue Kopie des Vorläufers, zumindest inhaltlich.

Trotz einer knappen Laufzeit von nur 83 Minuten, werden erstmal 6 davon damit verjubelt, uns die besten Szenen aus Teil 1 (nämlich die komplette Auflösung) noch einmal zu zeigen, was wirklich eine gute Idee ist, denn derartige Qualität werden wir hier nicht mehr zu Gesicht bekommen. Und die Überlebende von Teil 1, die bedauernswerte Adrienne King, muß auch gleich dran glauben.

Danach Business as usual: Gruppe von zu trainierenden Jugendbetreuern wird dahingemetzelt. Diesmal darf Jason selbst ran, der sich derweil ein Hüttchen im Wald geschreinert hat, wo es ausschaut wie im Bärenarsch. Ist also gar nicht ertrunken, der Sack, weswegen seine Mama sich die Mühe hätte sparen können.
Apropos Sack, den stülpt er sich übers Antlitz, als es langsam langweilig wird, immer nur seine Gummistiefel zu betrachten. Alles supi, aber das der abschließende Blick ins Gesicht zum Höhepunkt wird, reicht beim besten Willen nicht aus.

Ein freundliches Stündchen häckselt er sich also durchs Trainingscamp, wobei der US-Verleih schon vor dem Start die expliziten Details fröhlich rausgekürzt hat und wir also nicht sämtliches Schlag- und Stichwerkzeug in diversen Körperteilen stecken sehen. Dumm nur, daß ohne diese Details das Dauermorden recht langweilig gerät, denn Farbe fehlt dem Film am meisten. Die restlichen Darsteller sind leider fade bis zum Abwinken, aber sonst ist alles wieder dabei, bis zum Showdowm mit "Jump-off-your-seat"-Schock zum Schluß und einem Ende, das nicht so ganz erklärt wird. Vielleicht ja dann in Teil 3, denn Jason scheint sich wieder mal davon gemacht zu haben.

Hackfresse Vorhees schaut übrigens ganz anders als im Original drein, aber es sind ja auch fünf Jahre vergangen, da darf man schon mal nachdegenerieren. Wer jedoch nach Blut lechzt, muß sich an die Nachzieher wenden, denn dieser Film setzt mehr auf Vorstellungskraft, was einem saftigen Exploiter jedoch komplett den Stecker zieht.
So mäßig Friday 1 auch war, der hier ist noch um einiges fader und noch dazu ohne wirklichen Humorfaktor oder einen späteren Star in der Opferrolle. Geldschinderei - aber das funktioniert ja auch manchmal. (3/10)

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