Fünf Jahre sind seit den schrecklichen Vorfällen in Camp Crystal Lake vergangen. Das ganze Gelände wurde von der lokalen Polizei abgesperrt, um es für die Öffentlichkeit unzugänglich zu machen.
In einem nahegelegenen anderen Camp treffen indes zahlreiche neue Ausbilder ein, die sich allen Warnungen zum Trotz dort einquartieren um sich auf ihren Job im Sommer vorzubereiten. Doch es kommt, wie es kommen muß. Einer nach dem anderen wird von einem unheimlichen Killer dahingerafft...
Nach dem übermäßigen Erfolg von "Freitag, der 13." ließ die Fortsetzung erwartungsgemäß nicht lange auf sich warten. Regie führte dieses Mal Steve Miner, der auch den dritten Teil inszeniert hat und ebenfalls bei "Halloween H 20" die Fäden in der Hand hielt.
"Freitag, der 13. Teil 2" unterscheidet sich im Prinzip wenig von seinem Vorgänger. Natürlich ist die Auflösung anders und der erste Teil ist in der graphischen Darstellung der Gewalt ein bißchen drastischer, aber ansonsten wird auf alle bewährten Slasher - Klischees gesetzt. Ein paar unbelehrbare Jugendliche ignorieren die Warnungen, sich an dem verfluchten Platz niederzulassen und werden dafür einer nach dem anderen umgebracht. Dies geschieht natürlich auch in diesem Teil größtenteils beim Sex.
Die Atmosphäre ist ähnlich wie im ersten Teil, wieder etwas schmuddelig, was dem Film aber gut zu Gesicht steht. Dies liegt zu einem großen Teil an der Kameraführung, die das B - Movie Flair zusätzlich verstärkt. Ins Lächerliche gezogen wird der Film allerdings durch die Tatsache, daß der Mörder anstatt mit einer Maske, mit einem Kartoffelsack über dem Kopf herumläuft. Besonders gruselig ist das natürlich nicht.
Für die Musik war wie schon im Vorgänger Harry Manfredini verantwortlich. Diese ist sehr stimmungsvoll und paßt perfekt zu der eben angesprochenen Atmosphäre.
Die Schauspieler sind eher unterdurschnittlich, als erträglich, was besonders am Anfang des Filmes auffällt und dazu führt, daß man mit keinem Charakter richtig mitfiebern kann.
Was die späteren Teile in noch extremerem Maße machen sollten, wird hier bereits in der Tendez angedeutet: Der Killer wird zum Star stilisiert. Viel zu häufig begleitet die Kamera den Killer, anstelle von dem Opfer, was natürlich die Suspense im eigentlichen Sinne schon im Keim erstickt. Dennoch hat auch "Freitag, der 13. Teil 2" seine spannenden Momente. Horror - Fans sollten auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.
5/10 Punkte