Im Jahre 1978 kam ein Film in die Kinos, der das Horror-Genre für immer prägen sollte: "Halloween". Ein unerreichter Klassiker, bis heute!
Auch ein junger Sean S. Cunningham sah diesen Film und ließ sich durch ihn, zu einem der bekanntesten und umstrittensten Horror-Streifen aller Zeiten inspirieren: "Freitag der 13"! Von der Kritik zerrissen und vom Publikum geliebt wurde der Streifen zu einer der erfolgreichsten Independent-Produktion, seiner Zeit! Also war klar, dass auch hier eine Fortsetzung unausweichlich war. Und oh Wunder: Die Freitag-Fortsetzung ist besser geworden, als erwartet!
Auch Freitag der 13 Teil 2 dürfte (zumindest beim Kleingedruckten) in den Geschichtsbüchern des Slasher-Filme stehen. Denn der berühmt-berüchtigte und beliebte Mörder Jason Vorhees, ist hier zum ersten Mal, richtig dabei (nach seinem Kurzauftritt in Teil 1)! Die Fortsetzung der Story wurde auch weitestgehend gut durchdacht (für einen Freitag-Film) und kann durchaus besser gefallen, als bei manchem Nachzügler.
Was vor allem noch recht stark bei diesem Teil ausgeprägt ist, ist die Atmosphäre. Während die restlichen Nachfolger größtenteils nur noch aufs "kreative" morden spezifiziert sind, kann Teil 2 durchaus noch eine wohlige Atmosphäre aufbauen. Dafür sorgen vor allem die üblichen Stil-Mittel wie Dunkelheit, Schatten, Regen, Blitz und Donner. Diese Mittel wirken einfach immer und schaffen eine wohliges Gänsehautfeeling beim ersten gucken!
Und auch Spannung ist hier noch gegeben. Vor allem die ca. 10 minütige Anfangsszene, in der wir noch einmal das Ende des ersten Teils zusammengefasst kriegen, ist äußerst interessant und Fingernägelknaupelnd inszeniert worden.
Und dann kommen folgende Fragen auf: "Wie sieht Jason eigentlich aus?" "Sieht er genauso aus, wie in Alice Traum, am Ende von Teil 1?" Man fragt sich das eigentlich die ganze Zeit, bis man buchstäblich in der letzten Sekunde sein Gesicht sehen darf! Spannung bis zum Schluss!
Tja, was aber die Morde angeht, da zeigt sich ein eher trauriges Bild. Dies liegt allerdings nicht an den Machern, sondern an der amerikanischen "Zensurbehörde" MPAA, die das angestrebte R-Rating erst nach massiven Kürzungen vergab! Schade eigentlich. Denn die Morde (so pervers es auch klingen mag) sind nun mal das "Ah und Oh" der Friday-Reihe!
Was man aber zu sehen bekommt, lässt gutes erhoffen, sollte es doch irgendwann, irgendwo, mal eine Unrated-Version geben.
Zu den Schauspielern ist eigentlich weder sonderlich positives, noch negatives zu berichten. Allesamt spielen sie auf solidem Friday-Niveau!
Der Score dagegen ist wieder recht genial! Kein Wunder! Ist doch Harry Manfredini wieder fürs Komponieren zuständig gewesen!
Fazit: Gelungene, recht spannende und sogar atmosphärische Fortsetzung, einer der berühmt-berüchtigtsten Serienkiller-Filme, aller Zeiten! Von Anfang bis zum Ende eine solide Friday-Unterhaltung, die allerdings leider durch (MPAA-)gezähmte Morde, bei den Friday-Jüngern, in ein etwas negatives Licht gerückt wird, welches sie aber eigentlich nicht verdient hat!
Ein guter Streifen!
Wertung: 8/10