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"Highlander" ist nicht nur der beste Teil der Saga, sondern auch einer der besten Fantasy-Actioner der 80er Jahre, in der Christopher Lambert (Mortal Kombat) erstmals die Rolle seines Lebens spielte.

Im Jahr 1536 stirbt der Schotte Connor McLeod (Christopher Lambert) in seinem ersten Kampf auf dem Schlachtfeld. Zwei Stunden später ist er wieder munter. "Teufelswerk", munkelt sein Clan und verbannt ihn. Fünf Jahre darauf taucht der Edelmann Ramirez (Sean Connery) auf und eröffnet McLeod, dass er unsterblich ist. Er gehört zu einer Gruppe von Kriegern, die das Gute vor dem Bösen verteidigen. Ramirez unterrichtet Connor im Schwertkampf für den ewigen Krieg. Nur einer der Unsterblichen bleibt übrig und bestimmt das Schicksal der Erde. Rund 450 Jahre später trifft McLeod in New York seinen letzten und zugleich stärksten Gegner Kurgan (Clancy Brown).

Christopher Lambert ist die Idealbesetzung des Highlanders und spielt seinen Charakter sowohl ruhig als auch mutig. Nie sollte er je eine bessere Rolle spielen. Leider taucht er ansonsten nur noch in mittelmäßigen Filmen auf, wozu auch bedauerlicherweise die Fortsetzungen dieses Streifens gehören. Sean Connery (The Rock - Fels der Entscheidung) hat hingegen eine enorm große Auswahl an guten Filmen vorzuweisen. Auch hier spielt er seine Rolle gekonnt gut und ist in seinen wenigen Szenen sogar noch besser als Lambert. Den Umgang mit dem Schwert hat er für diesen Film ausgerechnet von Prügelproll Steven Seagal erlernt. Vermutlich hat der Schüler seinen Lehrer weit hinter sich gelassen - jedenfalls schauspielerisch! Als Schurke mimt Clany Brown (Starship Troopers) den brutalen Kurgan. Er ist mit Abstand der beste Highlander-Gegner. Da können auch Bruce Payne und Mario Van Peebles einpacken. Allerdings ist Roxanne Hart (Meteoriten) nicht der beste weibliche Highlander-Part, da ihre Performance in keinster Weise an die Leistungen von Connery, Lambert und Brown heran kommt. Deborah Kara Unger gefiel mir da im dritten Teil um einiges besser.

Bei der Action stechen natürlich die Schwertkämpfe hervor. Diese sehen noch heute gut aus und beeindrucken durch eine vielseitige Auswahl. Während McLeod das beliebte Samurai-Schwert verwendet, bevorzugt Kurgan ein europäisches Breitschwert, das man sogar auseinander nehmen kann. Ab und zu wird auch mal was rumgeballert, aber nicht viel. Selbstverständlich muss noch der mehr als hervorragende und unvergessliche Soundtrack von Queen erwähnt werden. Mit dieser Musik hat Queen wahrlich Filmmusik-Geschichte geschrieben. Sowohl die düsteren Straßen von New York als auch die schottischen Highlands des 16. Jahrhunderts können beeindrucken. Die Stadtszenen haben das typische schmutzige Flair der 80er Jahre.

Schon früh fiel den Produzenten das große Potential des ersten "Highlander"-Films auf. Und so dauerte es sich lange, bis drei mehr oder weniger akzeptable Fortsetzungen, eine durchschnittliche TV-Serie und eine misserable Zeichentrickserie folgten. Doch alle konnten nicht an den ersten Teil rankommen. Denn bekanntlich kann es nur einen geben... und so hätte man es auch besser bei den Filmen belassen sollen. Teil 2 war zwar storymäßig originell, konnte aber mit der Umsetzung nicht überzeugen. Der dritte Teil wurde einigermaßen annehmbar umgesetzt, doch dafür war nun die Story für die Mülltonne. Der vierte und bisher letzte Teil war ein langweiliges Crossover aus Kinofilm und TV-Serie. Und größtenteils bewegte sich auch dieser Film auf TV-Niveau. Über die Serie sowie das Spin-Off "Raven" und die bescheuerte Zeichentrickserie hülle ich jetzt mal den Mantel des Schweigens.

Das Original bleibt somit unumstritten die Nummer 1 der gesamten Saga. Denn mit "Highlander" bleibt Chrstopher Lambert wirklich (zumindeste filmisch) unsterblich!

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