Der Kinohit zweier „Eintagsfliegen“. Weder Christopher Lambert noch Regisseur Russell Mulcahy konnten je wieder an ihren Erfolg mit „Highlander“ anknüpfen und sind heute so gut wie in der Versenkung verschwunden.
Connor MacLeod wird im 18. Jahrhundert von seinem Land vertreiben, nachdem er sich von einer tödlichen Verletzung aus einer Schlacht überraschend schnell erholt hat. Der Unsterbliche Ramirez (Sean Connery) offenbart MacLeod, dass er, genau wie Ramirez, zu einem auserwählten Kreis von Menschen gehört, die nur durch Enthauptung getötet werden können. Seitdem streift MacLeod durch die Jahrhunderte und trifft in der Gegenwart auf Erzfeind Kurgan (grandios böse: Clancy Brown) …
Russell Mulcahy verbindet großartige Bilder der schottischen Highlands mit gut gemachter Schwertaction in unserer Gegenwart. Die Rückblicke in MacLeods Vergangenheit offenbaren das Schicksal eines Menschen, der absolut nicht zu beneiden ist. Unsterblichkeit ist kein Geschenk, sondern ein Fluch! Das macht Mulcahy deutlich.
Was ich schmerzlich vermisst habe, ist die Spannung. Trotz der opulenten altertümlichen Szenen und toll choreografierten Kämpfen (vor allem das finale Duell hat mächtig Power) wird es immer nur dann aufregend, wenn Clancy Brown auf der Bildfläche erscheint. Er ist es, der dem Film Größe verleiht. Nicht mal Sean Connery kann in seinem kurzen Gastspiel mit dem vergleichsweise unbekannten Brown mithalten!
Zudem fehlt irgendwo eine Erklärung, wie sich die Unsterblichen auf unserer großen weiten Welt überhaupt wieder finden, um sich die Rübe von den Schultern zu hauen. Bei keinem von ihnen steht „Ich bin unsterblich“ auf der Stirn und purer Zufall kann’s wohl auch nicht sein.
Fazit:
Ein Actionfilm, der mit innovativen Kamerafahrten und teuerer Ausstattung punktet, aber bei der Logik doch mehr als nur eine Lücke aufweist. Ich schwanke zwischen 6 und 7 Punkten. Im Zweifel entscheide ich immer für den Angeklagten. 7/10 Punkten.