Als der "Highlander" im Jahre 1986 sein Schwert in den Kinosälen schwang, waren die Kritiker nur wenig begeistert. Zu utopisch und märchenhaft erschien ihnen die Story eines Mannes, der eine Epoche nach der anderen durchlebte weil er einfach nicht sterben konnte. 20 Jahre später und 3 Fortsetzungen weiter genießt der "Unsterbliche" Kultstatus. Unvergessen ist bis heute der Satz: "Es kann nur einen geben". Einen großen Anteil am anhaltenden Erfolg haben die Hauptdarsteller Christopher Lambert (als der Highlander) und Sean Connery als weiser Lehrer und Ratgeber Ramirez, der den "Unsterblichen" auf seine große Aufgabe vorbereitet und ihm die philosophische Bedeutung seiner Existenz vor Augen hält. Lambert erwies sich durch seine starke Bühnenpräsenz und sein unglaubliches Charisma als Idealbesetzung für die Rolle eines Mannes, der sich selbst bemitleidet weil ihm der Tod versagt bleibt. Rührend die Szene, als er mitansehen muss, wie seine geliebte Frau in hohem Alter stirbt, er selbst aber nicht eine Falte trägt und vor Energie nur so strotzt. Man stelle sich vor, dass so etwas tatsächlich möglich wäre. Ewiges Leben, der Traum seit Menschengedenken wird wahr. Streifzüge durch die Jahrhunderte werden endlich Realität. Die getragenen Gewänder der verschiedenen Epochen im hauseigenen Museum. Aber könnte man auch die Welt verändern? Eindeutig nein, denn es handelt sich ja nicht um Zeitreisen in die Vergangenheit sondern um das Leben im Jetzt und Hier und das für immer. Ein krasser Gedanke und unvorstellbar zugleich. Insofern ist es gut, dass es sich beim "Highlander" um eine zwar geistreiche aber erfundene Story handelt. Es kann eben nur einen geben.