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Der Highlander Connor MacLeod ist unsterblich. Als er 1536 eine eigentlich tödliche Wunde überlebt, wird er aus seinem schottischen Heimatdorf vertrieben. Der Spanier Ramirez, ebenfalls ein Unsterblicher, unterweist ihn im Schwertkampf und erklärt ihm, dass Unsterbliche durch die Enthauptung eines anderen ihrer Art dessen Kraft und Wissen aufsaugen können - der letzte Überlebende werde über die Macht verfügen, den ganzen Planeten zu beherrschen! Im New York der Gegenwart treffen die letzten Überlebenden zum Endkampf aufeinander. Als der Highlander auf den Barbaren Kurgan trifft, steht eines fest: Es kann nur einen geben!

Wenn es eine Paraderolle für Christopher Lambert gibt, dann natürlich die des unsterblichen Highlanders. Seine Karriere verlief trotzdem im Anschluß eher unspektakulär, aber 1986 wollte jedes Kind den Connor Macleod machen und mit Schwertern rumfuchteln. Für die Cannon Group, die sich ja hauptsächlich mit B-Action über Wasser hielt dürfte Highlander ebenfalls gut Dollars in die Firmenkasse gespült haben und so verwundert es wenig das mittlerweile sogar schon vier Fortsetzungen hinterhergespult wurden.
Die Story kennt ja ebenfalls jedermann, ein Haufen Unsterblicherlicher kämpft aus innerem Zwang gegeneinander, der Verlierer muß sich den Fußboden näher anschauen, da dort sein abgeschlagener Kopf landet, denn letztendlich kann es nur einen geben. Allerdings hat das in den Sequels niemand daran gehindert flugs einen neuen Satz Unsterblicher aus dem Hut zu zaubern. Was ich mich immer schon gefragt habe, ist wie man ein Unsterblicher wird, Zufallsprinzip? Per Geburt kann ja nicht sein, denn Fortpflanzung geht bei den Auserwählten ja angeblich nicht (nicht mal in der Jetztzeit mit Viagra oder anderen Mitteln).
Die Handlung wird dabei abwechselnd im Mittelalter und dem aktuellen New York hin und hergeswitcht. Von den Anfängen MacLeods über seinen ersten "Tod" über die Ausbildung von Sean Connery als Pfauenfedern tragender Lehrmeister, bis hin natürlich zum Showdown der letzten beiden Unsterblichen in einer verlassenen Lagerhalle.
Untermalt wird das ganze schmetternd von Queen, die sich für einen Großteil des Scores verantwortlich zeigen. Die Darsteller sind ok, sogar Lambert spielt ganz gut, Clancy Brown als mobile Schrankwand ist ein würdiger Gegenspieler und Connery spielt seinen spanischen Edelmann mit einem Grinsen im Auge. Überhaupt nimmt sich der Film generell nicht allzu Ernst, das paßt sogar ganz gut zum allgemein doch übertriebenem Thema. Highlight ist dabei meiner Meinung nach das Duell das MacLeod stockbesoffen mit einem englischen Adligen oä ausfechtet. Das gezeigte Swordsplay ist jetzt zwar nicht das allerbeste, aber noch einigermaßen ausreichend.
Highlander ist zurecht ein Klassiker der Fantasy Action, alles ist schön poppig gehalten, aber weiß zu unterhalten. Ich frage mich nur bis heute, ob eine Handgranate vor die Füße nicht doch auch so einen Unsterblichen ausschalten könnte.
8/10

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