Review

Gesamtbesprechung

Mit der witzigen, wenn auch übelst niveaulosen Kiffer-Klamotte „How High“ konnten die beiden erfolgsverwöhnten Rapper Method Man und Redman auch auf der Leinwand mal richtig die Sau raus lassen und in zwei voll auf sie zugeschnittenen Hauptrollen doch für einige gute Lacher sorgen konnten. Grund genug für FOX eine weitere Sitcom raus zu hauen, deren Grundgerüst zwar leidlich witzig ist, inhaltlich allerdings dünner ist als Papier.

Wie nicht anders zu erwarten besteht der Großteil der Sendung daraus, dass sich die Superstars selbst profilieren und ein wenig selbst parodieren. Das geschieht zumeist aber sehr zahnlos, wie auch der Humor allgemein in der Serie. Mehr Biss oder Unverblühmtheit wäre sicher gut gewesen um dem dekadenten Treiben der Hauptdarsteller einen ironischeren Anstrich zu geben.

Extravagant ist die optische Gestaltung der quietschbunten, pimpigen Villa - mit zahlreichen witzigen Accessoires und allen erdenklichen Sport-Arten kann man aber nicht über mangelnde Abwechslung hinweg täuschen

Wie sieht es mit der Charaktergestaltung aus, fragt sich der interessierte Sitcom-Fan. Und genau hier liegt der Hund ganz tief begraben. Denn außer den beiden dauerblödelnden Anti-Schauspielern in den Hauptrollen bietet die Serie nur unterirdisch gezeichnete Charaktere. Klischeehafter und ausgelutschter könnte man die spießigen Weißen Vorortler nicht auf die oberlässigen Rapper treffen lassen und Meths Mutter nervt auch als eindimensionale Big Mama mit Herrschaftskomplex.

In Zeiten, in denen hochwertige TV-Projekte mittlerweile immer hochwertiger werden und es vor innovativen Serien nur so wimmelt, muss sich ein einfallsloses Konzept wie das von „Method and Red“ ganz weit hinter anderen Kandidaten anstellen und es wundert mich nicht wirklich das die Show noch nicht in Deutschland lief. Auf MTV dürfte sie aber (im besten Fall mal wieder im Original mit deutschen Untertiteln) ein gewisses Publikum finden und wäre dort sicher am besten aufgehoben.

Nach nur neun Episoden wurde das Projekt dann auch schon wieder eingestampft denn zufrieden waren weder die Macher noch die Zuschauer mit dem Endprodukt. Insgesamt ganz schwach und nur für Fans geeignet.

Fazit: Eine weitere Sitcom die die Welt nicht braucht, als hirnloser Pausenfüller für zwischendurch aber ganz gut geeignet. Für Fans der beiden Stars und Filmen wie „How High“ generell natürlich eine Empfehlung, im Vergleich zu den etlichen anderen modernen Serien „Two and a Half Man“ oder „My Name is Earl“ allerdings unterste Schublade. Filmisch gesehen ist „Method and Red“ nicht hochwertiger als „Pimp my Ride“ oder „Jackass“.

2,5 / 10

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