Review

Nach dem Erfolg von „Friedhof der Kuscheltiere“ nahm Mary Lambert drei Jahre später erneut auf dem Regiestuhl Platz und inszenierte die Fortsetzung, welche allerdings nicht auf einer Vorlage Stephen Kings basiert. Das Grundgerüst der Handlung wurde aber weitestgehend beibehalten:

Jeff zieht nach dem Tod seiner Mutter mit seinem Vater zusammen nach Ludlow, um den schmerzlichen Verlust zu verarbeiten. Schnell schließt er Freundschaft mit dem Außenseiter Drew Gilbert, welcher der Stiefsohn des Sheriffs ist. Dessen Hund wird eines Nachts von seinem kaltherzigem Stiefvater Gus erschossen. Die beiden entschließen sich, das Tier auf dem alten Indianerfriedhof zu begraben, der angeblich Tote zurück ins Leben bringen kann. Und tatsächlich taucht Drews Hund einige Tage später wieder auf. Nur hat er sich auf seltsame Weise verändert...

„Friedhof der Kuscheltiere 2“ kann nicht mit dem ersten Teil mithalten. Zwar ist die Handlung ähnlich und auch die Locations wurden weitestgehend beibehalten, was eine unheimliche Atmosphäre garantiert. Jedoch ist die Handlung größtenteils wirr und unlogisch erzählt und auch das Verhalten der Zombies ist nicht wirklich nachvollziehbar. Waren diese im Vorgänger noch wirklich unheimlich, hinterlässt doch besonders der Sheriff einen zwiespältigen Eindruck.
Dieser Punkt ist auch mit Schuld daran, daß dem Film bis auf einige Szenen die Spannung fehlt, die den ersten Teil so packend gemacht hat. Man fürchtet sich als Zuschauer nicht mehr wirklich vor den Untoten.

Die Schauspieler sind auch bestenfalls als mittelmäßig zu bezeichnen. Edward Furlong, den meisten noch bekannt aus „Terminator 2“ hat spätestens in „American History X“ bewiesen, daß er wirklich schauspielern kann. Jedoch wirkt er in „Friedhof der Kuscheltiere 2“ irgendwie deplaziert und agiert hölzern. Mit Ausnahme des Finales, in dem er derartig irre in die Kamera blickt, daß man als Zuschauer wirklich Angst bekommt, liefert er hier eine höchstens als durchschnittlich zu bezeichnende Leistung.
Auch Anthony Edwards, der Jeffs Vater Chase spielt, hinterlässt keinen besseren Eindruck.
Clancy Brown, der den Sheriff von Ludlow verkörpert, kann ebenfalls nicht richtig überzeugen. Dies liegt aber vor allem an seiner seltsamen Rolle und ihrem sprunghaften Charakter.

Alle diese Punkte hören sich jetzt vielleicht zu negativ an, einen hohen Unterhaltungswert hat jedoch auch „Friedhof der Kuscheltiere 2“. Daß der Film auf jeden Fall Spaß macht, liegt vor allem an den überaus gelungenen Effekten. Hatte Mary Lambert im ersten Teil noch weitestgehend auf übermäßig blutige Szenen verzichtet, artet besonders das Finale der Fortsetzung in ein wahres Schlachtfest aus. Splatterfans kann der Film also bedenkenlos empfohlen werden.

Insgesamt ist „Friedhof der Kuscheltiere 2“ eine im Prinzip überflüssige Fortsetzung einer Geschichte, die im ersten Teil zu Ende erzählt worden ist. Durch die tollen Effekte und die kurzweilige Inszenierung kann jedoch auch dieser Teil unterhalten.
5/10 Punkte

Details
Ähnliche Filme