Review
von Leimbacher-Mario
Doppelt gemoppelt
Im zweiten Teil von „Kuck Mal Wer Da Spricht“ bekommt der kleine Mikey eine süße Schwester und es werden im Grunde nochmal die gleichen Storybeats (nur doppelt/weiblich) abgehakt und die beiden Eltern versuchen ihre Beziehung trotz Babystress am Laufen zu halten…
„Look Who's Talking“ war nicht nur in meinem Kinderzimmer ein Hit, auch in den Kinos rund um die Welt. Zudem nicht teuer zu produzieren, da Travolta schon/noch lange nicht der große Star (mehr) war. Da dauerte es nicht lange eine Fortsetzung hinterherzuschiessen. Und das meine ich wortwörtlich - der wurde wirklich möglichst schnell und ohne Eigenleistung von Amy Heckerling und Team heruntergekurbelt. Hier hat sich die Komödienexpertin wirklich nicht in kreative Unkosten gestürzt. Andererseits ging sie ja auch mit dem Original schon in Vorleistung - was nun einfach auf drei Filme gestreckt wird. Wird heutzutage teils mit noch größeren und erfolgreicheren Franchises gemacht. Dennoch natürlich schon damals faul. Neues Baby, nun ein Mädchen, dazu leicht kriselnde Beziehung und etwas Eifersucht beim Erstgeborenen. Travolta darf mehr tanzen, uns Tommy macht die Stimme noch immer gekonnt und frech. Damals hatte er noch Schalk im Nacken und Moment auf seiner Seite. Heute will ihn ja keiner mehr hören oder gar sehen, da mag er sich noch so gut gehalten haben. Nina Hagen ist ein geniales und vielleicht sogar noch besseres Gegengewicht zu ihm als Stimme von Julie. „Kuck Mal Wer Da Spricht 2“ ist jedenfalls ein lahmer Aufguss einer glaube ich zeitlosen Erfolgsformel im Kern. Denn was ist chaotischer und herrlicher für Außenstehende anzusehen als neue, gestresste und strauchelnde Eltern?!
Fazit: leider eher eine lauwarme, kreativlose Wiederholung des Originals - weiterhin gute Stimmen (im O-Ton sowie auf deutsch), die Chemie zwischen Travolta und Allen, ein zuckersüßer Neuzugang mit Julie retten das Teil aber vor einem Ausfall. Bringt jedoch nichts Neues an den Tisch und hat (wie schon Teil 1) einfach keinen echten Spannungsaufbau. Es gibt nie Gefahr oder Fallhöhe für alle Beteiligten.