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Mel Gibson als skrupelloser Gangster,der nur sein Geld wieder haben will und sich dabei ohne Rücksicht auf Verluste quer durch die Mafia ballert ?
Spätestens nach fünf Minuten ist die Skepsis des Zuschauers verschwunden und man hat einen Heidenspaß,dem sympathischen Bösewicht beim Rachefeldzug zuzusehen.

Dabei sind es doch nur 70 Riesen,die Porter(Gibson)von seinem ehemaligen Partner Val einfordert,doch der ist mittlerweile wieder beim „Office“,einer mafiaähnlichen Organisation und so muß sich Porter gegenüber Leuten behaupten,die ihn partout nicht ernst nehmen wollen.Doch Porter fackelt nicht lange und schickt die Syndikatsmitglieder kurzerhand in die ewigen Jagdgründe – meistens mit einem coolen Spruch oder zumindest einem bitterbös-zynischem Gesichtsausdruck.(Da tauchen doch tatsächlich Parallelen zu Braveheart auf,denn wenn auch die Motivation eine ganz andere war,so ist doch einiges an Gibsons Mienenspiel,sowie das unbekümmert stoische Vorgehen gegen einen übermächtigen Gegner sehr ähnlich).

Die einfach gestrickte Story funktioniert prima und bietet neben kurzen,aber knallharten Actioneinlagen auch jede Menge schwarzen Humor(u.a. Lucy Liu als prügelnde Domina).
Stilistisch greift man zu typischen Elementen der „schwarzen Serie“:Bleiche,fast verwaschene Farben und ein kühler Blau-Grau-Stich dominieren die Optik im Retrolook,die von einer entsprechend stimmungsvoll beswingten Musik verstärkt wird.

Zwar kommt man an einigen Unwahrscheinlichkeiten nicht vorbei,denn besonders gegen Ende pokert Porter verdammt hoch und auch die korrupten Cops sind etwas zuviel der Bösen.
Doch wer zynisch-knallharte Unterhaltung Richtung „Point Bank“mag,sollte mal einen Blick riskieren.
8 von 10 Punkten

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