Review

Gesamtbesprechung

Dr. Maitland findet eine Karte, auf dem der Weg zu den Schätzen Salomons zu sehen ist. Direkt wird er von einem Stammeshäuptling entführt, der ihn gegen die Karte eintauschen will. Seine Tochter Elizabeth heuert den erfahrenen Abenteurer Allen Quatermain an um den Weg zum Stamm zu finden, wo ihr Vater festgehalten wird. Doch die beiden werden von russischen Agenten verfolgt.
Die Story ist schwach. Man schafft es zwar so viele Wendungen und Handlungsstränge einzubauen, dass man die 3 Stunden einigermaßen überbrücken kann, aber dass kann auch bei einer Fernseh-Produktion wirklich nicht alles sein. Die Charaktere entsprechen dem Klischee und sind sehr flach konstruiert. Quatermain ist natürlich mal wieder der große Held. Aber es gab ja schon viele Abenteuerfilme mit flacher Handlung.
Doch leider ist der Unterhaltungswert auch nicht besonders hoch. Der Film läuft erst einmal langsam an und kann erst im Mittelteil einen einigermaßen soliden Unterhaltungswert entwickeln, der aber den Übergang des ersten zum zweiten Teil überdauert. Zum Ende hin wird der Film dann leider viel zu vorhersehbar und klischeehaft und damit zunehmend langweiliger.
Die Filmmusik ist Regisseur Boyum einigermaßen solide gelungen. Bei Fernsehfilmen kann man aufgrund des geringen Budgets selten eine wirklich gute Musik oder Kulisse erwarten, aber hier ist dies wirklich gelungen. Die Kulisse und Landschaftsaufnahmen von Afrika sind sehr gut und malerisch. Eine wirklich spannende Atmosphäre kann leider nicht aufgebaut werden. Die Maske ist nicht so gut gelungen, die Ureinwohner wirken nicht wirklich echt und erinnern an eine Freakshow.
Die Love-Story von Quatermain und Elizabeth kann zwar ein wenig Zeit überbrücken, ist aber von Anfang an vorhersehbar. Stellenweise hat der Film einen Anflug von Humor.
Patrick Swayze spielt die Rolle des Quatermain miserabel. Er wirkt weder stark, noch heroisch. Man merkt ihm an, dass er gelangweilt ist und keinen Spaß am Film hat. Seit "Nachricht von Sam", "Dirty Dancing" und "Gefährliche Brandung" geht seine Karriere konsequent den Bach runter und dies ist ein weiterer Schritt. Alison Doody spielt besser, ist aber auch nicht wirklich gut. Die übrigen Nebendarsteller sind mittelmäßig.
Regisseur Steve Boyum leistet alles in allem ordentlich Arbeit, vor allem bei Musik und Kulisse. Er stellt seine Erfahrung unter Beweis. Viel mehr hätte er aus dem schwachen Drehbuch und dem geringen Budget vermutlich nicht machen können.
Empfehlenswert ist der Film kaum, höchstens für eingefleischte Abenteuer-Fans und Leute, die drei Stunden ihrer Freizeit verschwenden wollen.
Zusammenfassend ist "Quatermain und der Schatz des König Salomon" ein schwacher und mäßig unterhaltsamer Abenteuerfilm mit einer schlechten Story und schwachen Darstellern vor einer Traumkulisse.

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