Söldnerchef Col. Hogan lässt Menschen entführen, um durch die Jagd auf sie das Training seiner Leute möglichst realistisch zu gestalten. Die nächste Beute aber ist Mike Danton, der den Spieß umzudrehen weiß.
Regisseur David A. Prior inszeniert mit Vorliebe seinen Bruder Ted, den er hier runde eine Stund in Hot-Pants rumrennen und seine eingeölten Muckies zeigen lässt.Kurzzeitig sorgen die dollsten End-80er-Vokuhila-Dauerwellen, die hier zur Schau getragen werden, für Amüsement undCameron Mitchell gähnt sich durch 3-4 kurze Szenen.
Das war es dann aber auch schon mit den "positiven" Merkmalen dieser Action-Gurke.
Die bösen Wichte tauchen gern in Trupps auf und sind mit zwei Ausnahmen ziemlich gesichtslose Austauschware, von denen kein einziger einen glaubwürdigen Söldner abgibt. Man rennt bevorzugt im Pulk oder alternativ im Gänsemarsch durch einen buschigen Wald, hält sich zumeist auf den schönen, glatten Wegen und lässt sich völlig austauschbar und in ständig wiederkehrender, möglichst dummer und unaufmerksamer Art von hinten erdolchen oder mittels Steinlawine oder Bazooka eben gleich in Gruppen ausradieren.
Söldnerchef Hogan ist eine nervige Witzfigur, der mit seinen Leuten völlig plan- und gedankenlos durch die Büsche rennt, mal hierhin, mal dorthin, auf Schatten schießt und den harten Macker markiert, was ihm aber einzig bei Dantons Weibchen (sorry für die Wortwahl, mehr ist sie aber leider nicht) schafft, denn die ist völlig unselbständig und braucht entweder Gatte oder Daddy zum Überleben, kann nichtmal richtig wegrennen und muss gleich mehrfach gerettet werden. Eine dümmere, sexistischere Frauenrolle ist kaum denkbar.
Dagegen ist Gatte Mike ein Alleskönner und Möchtegern-Rambo, der seinem Gegner Hogan sogar wie dereinst Rambo bei Sheriff Teasle, ein Messer an die Kehle hält und ihn in gleichem Stil nur mit etwas anderen Worten eine Warnung zukommen lässt. Er übersteht sogar mehrere Granaten, die ganz dicht an ihm dran explodieren, völlig ohne Kratzer, wohingegen die Baddies auch auf 3 m Entfernung tot umfallen. In einer der besten Szenen flüchtet er vor einem, na klar, Pulk an Gegnern um eine Buschecke und als die Verfolger ein paar Sekunden später folgen, hatte er wohl genug Zeit, in den harten Boden ein Loch zu buddeln und aus Langgras einen Deckel zu basteln. Unbedingt.
Natürlich wird hier en masse gestorben, der Bodycount ist wirklich enorm. Nicht verwunderlich, besteht ein guter Teil der ersten Hälfte doch aus Baddies, die durch den Wald stolpern und von hinten gekillt werden. Szene um Szene, immer mehr. Und das geht alles nahezu blutleer vonstatten. Im Verlauf zeigen sich lediglich ein paar blutige Einschüsse, ein Pflock im Hals, ein Skalp und ein Arm, der als Keule verwendet wird.
Etwas mehr Gore oder besser überhaupt etwas Gore hätte die zähe Chose vielleicht noch etwas interessanter gestalten können, aber letztlich ist die Regie von Herrn Prior genauso uninspiriert und dröge, wie das Schauspieltalent sämtlicher beteiligter Darsteller:innen durch Abwesenheit glänzte. Es glaubt hoffentlich niemand, dass es hier irgendwo auch nur einen Funken Spannung zu entdecken geben könnte. Einzig die Kamera findet noch den einen oder anderen netten Blickwinkel.
Die Musik ist netter 80er Style, unterm Strich aber genauso austauschbar. Der Sound macht zwischendrin öfter mal vollständig Pause und beglückt uns mit vollständiger Stille. Bei der Qualität der Synchro ist das eine willkommene Erholung.
Action-Gülle, die noch nicht mal mit Nostalgie für den Komposthaufen taugt. Hier gibt es nichts, außer Untalent und Fremdscham und Lebenszeitverlust.Meist reicht es nichtmal zu unfreiwilliger Komik. Völlig überflüssiger Quark, der 2013 sogar fortgesetzt wurde.