Nach Wes Cravens Scream brach eine neue Welle von Teenie Slashern aus. Da tanzt Düstere Legenden etwas aus der Reihe, denn hier gibt es etwas was viele Slasher nicht haben, eine gute Story.
Inhalt:
Am Pendelton College in New England gab es vor 25 Jahren ein grausames Massaker. Und genau an diesem Tag beginnt eine neue grausame Mordserie. Alle wollen die Sache nicht so recht wahrhaben und glauben nicht an die Morde. Doch der Killer meuchelt nach düsteren Legenden und einer nach dem Anderen segnet das Zeitliche. Trotzdem wird eine Party gefeiert und der Killer holt sich nach und nach seine Opfer.
Die Story wirkt nicht so, ist aber sehr gut durchdacht, Hier hat der Killer mal ein richtiges Motiv und es wird gut erklärt warum er dies tut. Vor allem muss man erst einmal darauf kommen wer der Mörder ist, den Regisseur Jamie Blanks führt einem hier oft ganz schön aufs Glatteis, also ich habe den Killer hier nicht erraten. Die Idee die Morde nach den düsteren legenden zu gestalten, erweist sich als durchaus kreativ. Die Morde sind zwar nicht sehr hart und natürlich der FSK 16 gut angepasst, aber sie sind sehr abwechslungsreich. Von Erhängen, erwürgen, köpfen, erschlagen, vergiften und aufspießen ist alles enthalten.
Und spannend ist das Ganze auch noch. Die Kulisse ist unheimlich, es stürmt, regnet, gewittert und ist düster und man erschrickt wirklich ab und zu. Der Killer selber hat diesmal auch keine dumme Maske, nein er hat lediglich ein großes Regenkape an und die Kapuze so weit ins Gesicht gezogen, damit man nicht erkennen kann wer es ist. Wirkt aber trotzdem unheimlich. Natürlich wartet Blanks auch mit vielen Klischees auf, die er aber wirklich geschickt verpackt. Etwas unrealistisch ist das Ganze natürlich schon, wie der Killer immer ganz genau weiss wer was wann macht und immer so schnell die Leichen verschwinden lassen kann und genau weiss wie sich die Leute in genau jener Situation verhalten. Das kann man Blanks aber noch gut verzeihen.
Von richtig ruhiger, slasheruntypischer Musik bis richtig spannenden Sounds, ist an Musikuntermalung mal wieder alles geboten. Diesmal richtig gut gelungen und die Musik schafft es die Spannung gut zu untermalen.
Darstellermäßig ist der Horrorfilm gut besetzt. Dabei sind Jared Leto, er spielt einen Schüler, der für eine Zeitung arbeitet und spielt den Ehrgeizigen richtig gut. Alicia Witt hier als eine Art Screamqueen ist auch ganz ordentlich, Joshua Jackson spielt hier ein richtige Arschloch, bringt aber ein paar echt gute Onliner. Bei Tara Reid ist man froh wenn sie endlich tot ist. Robert Englund als Lehrer macht sich immer gut in einem Horrorfilm und Brad Dourif als gruseliger Tankwart. Eine sehr gute Besetzung und die Darsteller könne alle auf voller Linie überzeugen.
Fazit:
Wirklich guter, schnörkelloser Teeniehorror. Ausnahmsweise mal mit guter und vor allem einfallsreicher Story, abwechslungsreichen Charakteren und dazu noch megaspannend, was will man mehr.