„Scream – Schrei“ war der Startschuss für eine neue Welle des Teenieslashers. Schnell schossen unzählige Kopien aus dem Boden. Neben viel Blödsinn sind aber gerade bei den großen Studios einige gute Filmchen produziert worden, darunter Jamie Blanks „Düstere Legenden“.
Das Leben der Studenten am Pendelton College ändert sich schlagartig, als ein Killer nach und nach diverse Schüler im Stile urbaner Legenden tötet. Während der Dekan vor den Taten die Augen verschließt, versucht Natalie mit ihren Freunden auf die Spur des Killers zu kommen. Die Jagd beginnt.
Die größte Neuerung an Jamie Blanks Film dürfte das Vorgehen des Killers sein. Wohingegen sonst einfach nur munter drauf los gemetzelt wurde, werden hier diverse urbane Legenden (wenigstens zum Teil) als Mordfutter zelebriert. Und schon alleine diese Tatsache sorgt für etwas Abwechslung im Genre Allerlei.
Aber auch ansonsten macht der Film eine passable Figur. Die Schauspieler spielen natürlich und vor allem die Produktion kann sich sehen lassen. Neben Jared Lito, Rebecca Gayheart und Tara Reid, welche hier zum ersten Mal über einen Blowjob philosophieren darf (es folgten noch ähnliche Szenen in "The Big Leboski" und "American Pie") spielen noch in kleinen Nebenrollen Robert Englund („A Nightmare on Elm Street“) und Brad Dourif („Chucky“).
Der Plot kann zwar nicht komplett überzeugen, zumal die Logik das ein oder andere Mal über Bord geworfen wird, aber insgesamt läuft der Film schön kurzweilig an einem vorbei. Vor allem beim ersten Durchlauf fallen einige Schwächen unter den Tisch. Die Auflösung des Ganzen kommt dabei recht überraschend aber leider auch recht unrealistisch daher. Aber immerhin ein etwas besseres Motiv der Neo Slasher Welle.
Fazit: „Düstere Legenden“ ist ein Big Budget Thriller/Slasher mit gelungener Atmosphäre und einigen spannenden Momenten. Für Genre Fans, die nicht zuviel des Blutes erwarten, ein Blick wert.