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Pendelton Universität: Ein schrecklicher Mord erschüttert das ganze Land und die Universität! Eine junge Frau wurde enthauptet, verdächtigt wird der Tankwart, doch der war es nicht. Doch die Stundenten-Clique der Uni will sich vom Feiern nicht abhalten lassen, denn schliesslich nähert sich der Jahrestag des brutalen Schulmassakers an der Stanley Hall. Nur Natalie hat vom Feiern die Nase voll, schliesslich kannte sie das Opfer! Doch nicht genug: Bei einem Ausflug mit Damon wird auch dieser Opfer eines scheinbar total verrückten Killers, welche „düstere Legenden“ als Vorlagen gebraucht! Natalie entkommt, doch keiner glaubt ihr, und so geht das grauenvolle Morden weiter.

Hätte Wes Craven geahnt was er da für eine Welle mit Scream lostritt.... er hätte ihn vermutlich trotzdem gedreht. In selbiges Fahrwasser begibt sich auch Urban Legends (oder zu schlechtdeutsch Düstere Legenden) und präsentiert einen weiteren Teenie Slasher mit dem Hintergrund von Volksmundlegenden, nach denen der fiese Killer mit seinem dunklen Schneeparka die Studenschaft in Pendelton dezimiert. Um zu dem Zeitpunkt aus der Genremasse hervorzulugen muß man ja schon mittlerweise irgendetwas besonderes zu bieten haben und da siehts beider Legendensammlung ziemlich mau aus.
Die Macher sind zwar durchaus bemüht ihre Kills schön abwechslungsreich zu gestalten und für die 16er Freigabe sind diese sogar ganz schön blutig ausgefallen, aber so richtig der Funke des noch nie gesehenen springt einfach nicht über. Auch die bewußte Überzeichnung der Charaktere bis fast hin zur Selbstparodie gabs bei Sream ja auch schon. Andererseits gilt für den Film auch, lieber gut kopiert als schlecht erfunden. Düstere Legenden spult all die Dinge ab die ein Slasher so braucht, in einigen Szenen fiel mir die Kamera und Beleuchtung sogar richtig positiv auf, wir haben deppertes Jungvolk, das Who-did-it-Mystery, nächtliches Gewitter, falsche Verdächtige usw, Düstere Legenden fährt das ganze Program ab.
Nach dem etwas schwerfälligen Anfang (in dem aber Brad Dourif einen Klasse Cameo hat) und dem etwas zur Langatmigkeit tendierenden Teeniegequatsche nimmt der Film ab der Hälfte deutlich an Zug zu. Wer in diesem geheimnisvollen Parka steckt ist schwer zu eruieren und logisch kaum zu erraten, aber wenigstens stimmen jetzt Atmosphäre, Killrate und -intensität. So werden die düsteren Legenden noch zu einem ordentlichen Slasherfilm der oberhalb der Durchschnittsmarke anzuordnen ist.
6/10

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