Ein Killer geht in Los Angeles um und schießt willkürlich hilflosen Frauen mit einer Schrotflinte ins Gesicht. Die Polizei kann sich keinen Reim aus den Umständen der Morde machen. Da taucht plötzlich Autorennfahrer Jimmy Clayton auf und behauptet, er wüßte durch Visionen, die in Form periodischer Kopfschmerzen auftauchen, wann und wo der Killer zuschlägt. Dies macht ihn zum Hauptverdächtigen der Polizei.
Das Raw nerve eine gewisse daseinsberechtigung hat liegt jetzt nicht unbedingt am Film selbst, sondern eher daran das hier Glenn Ford so etwas wie eine Abschiedsvorstellung als Polizeichef gibt. Der Rest vom Fest ist weder originell noch sonderlich spannend, sondern kaut eher bereits bekannte Motive, die man meist schon besser gesehen hat wieder.
In LA geht dabei mal wieder ein Serienkiller im schwarzen Umhang um, der als Teaser gleich auch mal ein Zwillingspaar in einem Spiegelkabinett erledigt um. Scheint ein klein wenig pervers zu sein, ballert den jungen Damen gerne mal das Gesicht weg und steht offensichtlich auf rote High Heels, welche die Opfer zu tragen pflegen (merke als Frau, mit langweiligen Segelschuhen ist die Welt einfach sicherer).
Das zentrale Thema ist allerdings, das Rennfahrer Jimmy die Morde des Unholdes visionieren kann, was glaube ich selbst 1991 schon nicht mehr sonderlich innovativ war. Die Cops machen dann auch brav das, was alle Filmbullen so machen und halten ihn einfach malfür den Täter, so daß dieser sich gezwungen sieht zusammen mit einer Reporterin den Täter zu uentlarven und die eigene Unschuld zu beweisen. Nichts neues also an der Thrillerfront.
Wer jetzt auf Action oder nervenzerfetzende Spannung hofft, der kann gleich zuhause bleiben. Das Geschehen verläuft nämlich alles andere als spektakulär. Eher behäbig folgt man den Spuren zu einem Redneck, der einst den Po-Anfaß-Prozeß gegen Al Bundy verloren hat, aber das sind natürlich alles red Herrings, wie sie roter nicht sein können, denn schließlich ist Renn-Jimmy natürlich ein Guter. Schade eigentlich um die vielen bekannten B-Namen im Cast, die sicher mehr verdient hätten als diese dialogintensive Mörderhatz. In dem gut besetzten Genre gibt es jedenfalls zig bessere Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben.
4/10