Pünktlich zu Weihnachten startet die Verfilmung des weltberühmten Musicals "Das Phantom der Oper". Ob der Film die Genialität des Bühnenstücks erreicht?
Das Phantom (Gerard Butler) erpresst die neuen Besitzer des Theaters in dem er lebt. Doch dann sieht er bei einer Vorführung das Chormädchen Christine (Emmy Rossum) bei ihren ersten Auftritt und verliebt sich in sie. Das Phantom betreut sie als unsichtbarer Lehrmeister. Doch es ist extrem eifersüchtig, und so nimmt das Unheil seinen lauf.
Nach dem Erfolg von "Moulin Rouge", war es nur eine Frage der Zeit bis das "Phantom der Oper" sein Unwesen auf der Leinwand treibt. So merkt man auch Parallelen. So sind die Kostüme und Kulissen knallbunt, und auch einige Figuren, wie die der schrillen Diva La Carlotta (Minnie Driver) sind herrlich überzogen. Im Gegensatz dazu ist die Kameraführung sehr ruhig und effektlos. Leider passt dies eher weniger zu der Ausstattung. Diese kleine Schwäche wird jedoch durch die grandiosen Darsteller wieder gut gemacht. Gerard Butler ist die Idealbesetzung, er spielt nicht nur unheimlich gut, er beweist auch das er ein begnadeter Sänger ist. Emmy Rossum bringt das naive Chormädchen Christine ebenfalls sehr überzeugend rüber. Und auch Patrick Wilson, als Christines Förderer Raoul spielt seine Rolle sehr routiniert. Das "Phantom der Oper" bleibt der Bühnenversion von Andrew Loyd Webber treu. Jedoch reicht der Film nicht ganz an die Genialität des Bühnenstücks heran. Die Darsteller und die Ausstattung sind zwar perfekt, leider fehlt mir etwas der Charme, den das Musical ausmacht. Trotzdem sollte man ihn gesehen haben, und für einen romantischen Abend ist er perfekt. 9/10