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Ultra-tröges Kriegsabenteuer von Billigheimer David A. Prior. Den zog es einmal mehr mit geliehenen Waffen ungefähr fünf Kilometer weit aus der Stadt hinaus, um dort im Gebüsch zu drehen. Außer völlig uninspirierten Shootouts kam jedoch nicht mehr zustande als ein holpriger C-Actioner, bei dem die Dialoge mehr Schlaglöcher haben als jeder vom Jeep befahrene Dschungelpfad. Mit diversen "Kunstschüssen" in Sachen Kameraperspektiven und -fahrten versuchte Prior, zumindest noch etwas kurzfristiges Publikumsinteresse zu schüren, was allerdings völlig in die Binsen geht.

Mit Blick aufs Cover darf man mehr wie nur erahnen, welchem berühmten Vampirfilm mit Kiefer Sutherland Tribut gezollt werden sollte... Doch auch hier kann man seine Hoffungen im Nu begraben, um auf eine lustige Mixtur aus Blutsauger-Trash und Kriegsvideogülle gestoßen zu sein. So ist "Last Platoon" einfach nur langweilig und stellenweise gar nicht an einem Stück anschaubar. Allerhand Spaßpotential wurde zugunsten dumpfer Ballerei und dem üblichen Gestiefel durch die Pampa verschenkt.

Einmal mehr gibt es schöne Grüße aus der komplett Star-freien Zone und es ist garantiert niemand dabei, aus dem jemals etwas hätte werden können.

Letztendlich geht auch "Lost Platoon" trotz interessantem Vampir-Sidekick selbst im belanglosen Allerlei aller Billig-Söldnerstreifen völlig unter. Was man sieht gab es schon tausend Mal vorher. Was daraus hätte werden können, malt man sich erneut besser gar nicht aus.

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