Experimenteller Arthouse/Avant-Garde/Exploitation-Film aus dem Low-Budget-Independent-Sektor, bei dem das audiovisuelle Erlebnis im Vordergrund steht. Im Mittelpunkt steht die tragisch-obsessive Liebesbeziehung zwischen einem Mann, der vor Polizei und Mafia gesucht wird, und einer Pornodarstellerin mit Kindheitstraumata. Die Erzählweise ist kryptisch und metaphorisch aufgeladen, ohne aufgesetzt verkünstelt zu wirken. Die Sexszenen sind explizit. Der Soundtrack geht mal in die Industrial-/Noise-Richtung, dann wieder ins jazzig-Rockige. Exploitation-Legende Hisayasu Sato (Naked Blood (1996)) hat einen Cameo, und Richard Kerns Fingered (1986) läuft auf dem Fernsehgerät der Pornodarstellerin. Regisseur Ian Kerkhof versteckt seine Einflüsse also nicht und schafft einen einzigartigen, melancholischen Film, der zwar Regeln bricht und in der Zugänglichkeit etwas sperrig, aber derart kreativ ist, dass immer etwas geboten wird. Rauschhafte Filmkunst!