Killin' It, Doggystyle
"Dogs" aka "Killerhunde" aka "Slaughter" ist Tierhorror der simpelsten Sorte. Geradeaus, schnell vergessen, nie zu blutig. In einer eher bemühten als gekonnten Wau-Wau-Kopie von Hitchcocks "Die Vögel" rennt eine Kleinstadt samt College (?) um ihr Leben, als sich die geliebten, gassigehenden Vierbeiner plötzlich zusammenrotten und Jagd auf die Menschen machen...
B-Movie-Tierhorror war selten straighter und leider auch öder. Der Vergleich mit Hitchcocks Meisterwerk hinkt also wie ein verwester Zombie. Manch eine Hundeattacke ist ganz nett inszeniert, vor allem wenn man weiß wie schwer es ist mit echten Tieren zu drehen. Die panischen Massenszenen sind ebenfalls kompetent eingefangen. Und das Ende ist traditionell pessimistisch. Nur leider geht dem Film sämtliche Spannung ab, die Figuren bleiben einem fern und in Sachen Gore geht er kaum mal aufs Ganze. Zudem ist das zeitweise maßlose Overacting das einzig Komische an dem Hundevirus-Gähner. Dieser Tierterror hat vielleicht ein großes Maul, aber wenig dahinter. Er bellt viel, beißt aber selten. Nur mit einem enormen Retro-Bonus zu mögen. Wenn man ihm z.B. als junges Kind mal zufällig im Fernsehen oder auf einer kopieren Videokassette über den Weg gelaufen ist. Das bin ich nie.
Fazit: eher berüchtigt als berühmt, eher Erweiterung als Must-See - "Dogs" kann man in der Sammlung haben, muss man aber nicht. Unser bester Freund wird zu unserem schlimmsten Feind. Ein Fest für Katzenmenschen... inklusive unausweichlichem, köstlichem letzten Frame!