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Das uralte Land Huadu wird von einer männerverachtenden Kaiserin regiert. Unter ihrer Herrschaft dienen die Männer den Frauen. Trotz ihrer Kaltblütigkeit lebt die Kaiserin in Angst vor einer uralten Prophezeiung, die besagt, dass eines Tages ein Junge den Thron besteigen und die Herrschaft an die Männer zurückgeben wird. Um dies zu verhindern, schickt die Kaiserin ihre Krieger los, mit dem Auftrag jedes Kind zu töten, das der Beschreibung entspricht. Char, ein Straßenkünstler, ist der Junge, der zum König geboren wurde. Ihm fällt zufällig eine Schatzkarte, gemeißelt in Stein, in die Hände. Ahnungslos über sein Schicksal macht sich Char mit seinem Adoptivbruder Coal auf die Suche nach diesem Schatz.

Was bitte soll man denn zu einem Film sagen deren vier Hauptdarsteller weder schauspielern noch über irgendwelche Martial Arts Fähigkeiten verfügen, obwohl ja genau das die Intention dieses Werks war. Sowohl die Damen mit ihrer nervigen Girlie Attitüde, als auch die Herren mit ihren dümmlichen Gesichtsmimiken und der Ausstrahlungskraft einer Tube Senf, können in diesem Fantasyfilm irgendwelche Akzente setzen, die über grottigen Humor, Zickerei oder mangelndem Talent hinausgehen. Jaycee Chan empfehle ich sogar lieber die Ehrenpreise seines Vater Jackie zu polieren, anstatt zu versuchen in seine großen Fußstapfen zu treten. Junge, du hast es einfach nicht drauf.
Auch die Story rund um das matriarchalisch aufgebaute Kaiserreich gewinnt kaum Blumentöpfe. Hier wird die männliche Bevölkerung als Sklaven gehalten und mit dem schmeichelhaften offiziellen Titel Dummköpfe versehen. Weil irgendeiner Prophezeiung es so gefällt gelangen zwei jugendliche Dösköppe an ein eine Schatzkarte und zudem ist einer von ihnen dazu auserkoren der neue Oberkäse des Recihs zu werden und so gelangen die Kids mit den gar lustigen Namen Wirrkopf und Klotzkopf (deren Meister Schwarzholz heißt. Hier verpaßt der Film seinen potentiell besten Gag, im Original heißt er Blackwood und ich hätte mich wirklich gekringelt, wenn man den Mut gehabt hätte ihn Schwarzwald nach Blackwood Forest  zu nennen) zusammen mit den dem Popduo der Girlie Twins zu einer langen Reise.
So gelangen die vier Jugendlichen zur verfluckten Stadt und der Grabstätte der tausen Armeen, um das mächtige Schwert Excalibur (*Kopfpatsch*) zu bergen und damit die böse Kaiserin zu besiegen. Klingt eigentlich nach einem gemütlichen Abenteuer/Fantasy Streifen, in Wahrheit wird er aber von Minute zu Minut immer kindischer und doofer. Wenn nicht zufällig Donnie Yen und Jackie Chan für einen Cameo Auftritt sich einen tollen Fight liefern würden, wäre Blade of the Rose ziemlich wertlos. Alle anderen Beteiligten müssen ihre nicht vorhandenen Kampfkünste nämlich durch massiven Einsatz von Wirework und CGI kaschieren. Die Kämpfe sind zwar wie alles andere auch immer schön bunt, wirken aber stets gekünstelt und erlahmen auf Dauer, wenn immer ähnliche Moves präsentiert werden und alles nur noch vom Computer auf spektakulär getrimmt wurde.
Insgesamt bietet der Film eher Unterhaltung für Heranwachsende. Mir persönlich wars einfach zu infantil und hätten nicht Yen und Chan mal kurz Schwerter und Stöcke geschwungen, überflüssig wie ein Kropf. Allein der Showdown ist ein schlechter Witz. Zwei Armeen stehen sich gegenüber, Schwarzwald flüster mal kurz der dicken Tante ich liebe dich ins Ohr und schon ist wieder alles gut, sodaß sich der eigentliche, aber nicht wirklich beeindruckende Endkampf auf die vier Jungnasen und der Kaiserin reduziert, Betrug sowas. Da haben die Asiaten schon besseres gezeigt
3/10

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