Review

"Lola rennt" wieder - diesmal nicht gegen die Zeit, derer hat sie nämlich im Londoner U-Bahn-System - in dem sie aus Versehen nach Betriebsende eingeschlossen wurde - genug. Ein Opfer von Arztexperimenten (?) hat im Laufe der Jahre zu einem Wesen ähnelnd "Gollum" und einem Backwood aus "Wrong Turn" mutiert, der sich mit Vorliebe von Menschenfleisch ernährt. Zusammen mit ein paar mehr oder weniger freiwillig Eingeschlossenen muß sich die Potente dem komischen (ja es wurde gut gelacht im Kino) Wesen erwehren. Routiniert, ohne große Höhepunkte oder Tiefgang wird man durchschnittlich unterhalten. Dem Genrefreund wird nichts neues geboten: eine nicht zu tiefergründige Geschichte (was das Wesen nun wirklich ist und was es will, etc. wird nicht geklärt) die sich meist auf Hetzjagten und Metzeln beschränkt, aber temporeich und spannend in Szene gesetzt. Atmosphärisch ist der Film zwiespältig: einerseits sind die "Katakomben", die beklemmenden Schächte und vor allem der Wohnort des Creep (Haus der 1000 Leichen läßt grüßen) stimmig, aber die Präsens des Wesens eher lachhaft - hier wäre weniger mehr gewesen. Auf freiwilligen Humor wird aber weitgehends verzichtet, so das die für eine FSK16 Freigabe doch recht extremen Splatterszenen schon "aufstossen"; zumindest bei "Otto-Normal-Kinogänger" - vielleicht ein beunabsichtigter "Werbegag" den empörende Kinogänger durch ihre Bezichtigung der "Gewaltverherrlichung" hervorgerufen haben - doch der zieht. Vielleicht ein wenig weniger davon und etwas mehr klaustrophobische Stimmung der ersten Filmhälfte, dann...

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