Endlich habe ich diese öde Horrorgurke zu Gesicht bekommen. Er erfüllt alle Kriterien, die einen schlechten Horrorfilm ausmachen. Langweilig agierende Schauspieler, null Spannung und einen nicht gelungenen Handlungsablauf. Höchstens ein, zwei Splatterszenen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Obwohl die Grundidee vielversprechend klingt, wird hier kein Horrorklischee ausgelassen. Schreiende Opfer, die mit dem letzten Close- up des Gesichts, schreckhaft in die Kamera schauen. Kennt man schon aus tausend anderen Filmen. Auch der angeblich furchteinflössende Mörder sieht einfach lächerlich aus. Warum nicht gleich mehrere Zombies einsetzen, wenn schon der Bösewicht wie einer aussieht. Ich frage mich, was Franka Potente veranlasst hat in diesem unterdurchschnittlichen Machwerk mitzuwirken. Unser einst deutsches Mädchen in Hollywood war nach "Blow" und "Die Bourne Identität" kaum noch zu halten, bis sie mit dem anspruchsvoll langweiligen "Blueprint" und diesem Rohrkrepierer völlig abgestürzt ist. Wahrscheinlich blieben bessere Rollenangebote aus.
Auf der DVD betont der Regisseur, er habe die Herkunft und die Hintergründe des Mörders weggelassen, um den Film mit einer überflüssigen Nebenhandlung nicht zu belasten. Anscheinend hätte das dem Film nicht geschadet. Auch fehlt es dem Möchtegernthriller auch nicht an Logiklöchern. Der Finstermann wird von Franka und ihrem Gehilfen zweimal auf die Bretter geschickt, und anstatt ihn endgültig ausser Gefecht zu setzen, hauen diese feigen Säcke einfach ab, bis der sich wieder erholen kann. Das soll wohl Spannung erzeugen, ist letzendlich nur unfreiwillig komisch.
Das Urteil lautet: 4 von 10 Punkten. Anders hat es dieser Müll nicht verdient. Da gehe ich lieber in die Videothek und leih mir ein hohles Ballerspiel aus. Wenigstens ist da noch echte Atmosphäre.