In Sizilien werden 1486 5 Nonnen in einem Gewölbe eines Klosters auf bestialische Art gekreuzigt. 500 Jahre später sieht eine gewisse Liza in einer Seance, an der sie bloss aus Spass teilnimmt, die grausamen Vorgänge von damals und fällt ohnmächtig vom Stuhl. Die Archäologin Liza begibt sich mit ihrem Team nach Santa de Samia um dort an Ausgrabungen zu arbeiten. Bald muss Liza feststellen, dass das Kloster der 5 gekreuzigten Nonnen dort steht und nach etlichen Alpträumen begibt sich Liza interessehalber in das Kloster. Durch einen fast nahezu schon beängstigendes Wissen, weiss Liza haargenau an welcher Stelle sie zu klopfen hat und findet den verschlossenen Raum in dem sich die Gekreuzigten befinden. Völlig parallelisiert flieht sie dem Gewölbe und beginnt Informationen zu sammeln, unter Wahnvorstellungen leidend scheint sie einen Bezug zu einer Nonne zu haben. Nachdem sie sich mit bestimmten Leuten unterhielt und die gezwungenermaßen ihr Schweigen über diese Geschichte brechen mussten, werden diese umgebracht. Scheinbar von einem gespenstischem Medium, einer auferstanden racheerfüllten Nonne, so genau findet man das hier leider nicht heraus. Zumindest scheint es, dass jeder im Dorf, der von damals erwähnt, kaltblütig zur Strecke gebracht wird.
Zugegebnermaßen ist Demonia ein ziemlicher Käsefilm, der unter vielem leidet. Vorallem ist diese mystisch angehauchte Story ziemlich wirr und konfus, aber wenn man dies genau betrachtet ist sie eher keinen weiteren Gedanken oder Überlegung wert. Fulci hatte in der Phase ende der 80er wohl keine gute Zeit erwischt. Seine Filme und deren Qualität nahmen zunehmend ab, was man auch diesem Werk leider beihaften muss, auch wenn er gewohnt, zumindest stilistisch einiges hergibt. Da hätten wir eine typisch, fulciesque Atmosphäre. Dreckig, farblos und recht stimmig. Was den Film kaputt macht sind viele Unreimheiten, wenig Spannungsaufbau und die Tatsache, dass die Story ein echter Oberschmarrn ist, der mit all seiner Mystik und den Wahnvorstellungen echt ziemlich peinlich daherkommt. Nebenbei bedient sich der Film an Krimielementen die von Anfang an zu scheitern verflucht sind. Nachdem also nunmal der filmische Aspekt abhanden ist, konzentrieren wir uns eben auf stümperhafte Wachhalter, im Falle von Fulci sind das wie immer, seine selbstzweckhaften Goreszenen. Wenn Defizite vorhanden sind, und das wusste Goremeister Fulci schon immer, werden diese eben mit Schmuddelgore ausgeglichen, auch wenn sich dieser unlogisch in die Story einfügt. Da hätten wir die ausgekratzten Augen der alten Frau, die wohl zuviel über den Nonnenfluch verriet, der Metzger, der durch seine eigenen Metzgerware zerdrückt wird und dem seine übergrosse Zunge festgenagelt wird und ein Papi der völlig unerklärlicherweise von zwei Bäumen zweigeteilt wird. Das besagte Effekte irgendwo unterhalten, aber irgendwie ziemlich dämlich und billig sind sollte klar sein. Was am Ende übrig bleibt ist ein ziemlicher Käsefilm Fulcis der sich völlig belanglos an mystischen Mitteln versucht und langweilt ohne Ende. Eigentlich schade. Trotzdem mag ich den Film irgendwo, so überzeugt er mit Fulcitypischer Atmosphäre und guten Kulissen.
Fazit:
Eigentlich belangloses Filmchen Fulcis in seiner peinlichen Endphase. Ziemlich schundig und schlecht, mögen tu ich ihn trotzdem. Nur für Fulcifans und Fans schmuddeliger Italogorefilme.
6/10