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Eine Gruppe von Geologen, Archäologen, Anthripo…, WISSENSCHAFTLERN! aus den USA erweckt bei ihrer Arbeit in der italienischen Pampa die Geister von im Mittelalter hingerichteten Nonnen zum Leben, welche natürlich umgehend blutige Rache für ihr Martyrium üben…

DEMONIA von Lucio Fulci – nicht zu verwechseln mit DÄMONIA (auch von Fulci) – ist ein laues Spätwerk des Italieners mit der großen Brille. Seine Glanzzeiten, die er Ende der 70er-Anfang der 80er-Jahre mit Filmen wie EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL, WOODOO und ÜBER DEM JENSEITS erreicht hatte, waren vorbei. Es folgte Billigware wie ZOMBIE III, NIGHTMARE CONCERT oder eben auch DEMONIA. Gleich zu Beginn werden Nonnen gekreuzigt. Nonnen mit Fragezeichen auf dem Hirn. Jung-Archäologin Liza hat bereits während einer Seance in der Heimat eine dunkle Vorahnung (sehr ähnlich zu EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL). In dem italienischen Ausgrabungsort angekommen wird Liza wie magnetisch von den Ruinen angezogen, in denen die gekreuzigten und verbrannten Nonnenleichen immer noch an den Kreuzen hängen. Was folgt sind dämliche Dialoge, hypnotisches Synthi-Geschwirre, viel Langeweile und Idiotie und in regelmäßigen Abständen auch ein paar ganz nette und gorige Kills. Die FX sind billig und schlecht, machen aber trotzdem Laune. Ein Kerl wird mit der Harpune erschossen. Einer Tussi werden von Katzen die Augen raus gerissen. Ein Kopf am Anker. Einem Kerl wird die Zunge am Boden festgenagelt. Als Highlight gegen Ende wird ein Kerl zweigeteilt und seine Gedärme quellen raus. Gar nicht übel!
Daneben hat DEMONIA aber nicht sonderlich viel zu bieten. Die Story ist fad wie zehn Monate alter Kaugummi. Das Setting erinnert mit seiner italienischen Dorfidylle an das aus ANTHROPOPHAGUS. Die Charaktere nerven und bieten wenig Substanz. Eine Forscherin mit einem Kind, das permanent im Dreck spielt und am Ende blutüberströmt ist. Angepisste, abergläubische Dorfbewohner, die im Finale mit Fackeln anrücken. Fulci ließ es sich mal wieder nicht nehmen in einer Nebenrolle aufzutreten, hier als Ermittler im Columbo-Look.

Fazit:
DEMONIA ist sicherlich kein sonderlich guter Film, aber zumindest besser als sein Ruf. Fulci-Fans können schon mal reinlunzen.

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